Fontenay.
dem Pabste Gtegor erscheint, der sein Gebet umBefreyung der Seele» aus dem Fegfeuer gen Him-mel richtet, welches Füßii (III. 174.) als meister-haft rühmt. Gandellrni führt von ihm schonBlatter von i?zr. an. Hinwieder haben I. A.und P. Scataglia nach ihm etliche Köpfe, Cor.Orsolini: Das neue Gesetz, das die alten Opferabschafft, und Zucchi Vignetten für eine Ausgabedes Palladio gestochen. L»-a»ckes und Msc.
* Fonrenap, (Joh. Bapt. Blain de). Auchsein Vater war Maler und Protestant. In 1637.schwur der Sohn seinen Calvinism' ab, und erhieltdafür die Tochter seines Lehrers Monnoyer zur Ehe,400. Livr- Jahrgehalt und eine Wohnung im Louvre.Ludwig XIV. sah oft seiner Arbeit zu, und nannteseinen jungen Sohn — von dem die Nachweltkein weiteres Wort vernommen, den — kleinenKaphael. Für diesen Monarchen dekori'rte Fon-renay bald alle Königl. Zimmer in den Pallastenvon Versailles, Marly , Compiegne und Fontain-bleau mit vielem Geschmacke. Fiorillo 1H.276-77.
*Foppa, (Vincenz). Auch Lanzi II. 39z-95.beweist gegen Lomazzo ausführlich, daß derselbeein Brescianer war; und zwar, wie es scheint,hauptsächlich mit dem nämlichen Gemälde dessenschon das Lex. gedenkt, das sich in der GalerieCarrara zu Bergamo befinde, Christus zwischen denbeyden Schachern vorstellt, mit vieler Annwch undgeschickten Verkürzungen gemalt sey, und eben sei-nen Namen: Vmcsutius Lrixlensis fec. dannaber die Iah, zahl 1455. trage; so daß die gewohnteAngabe seiner Blüthezeit (1407.) irrig seyn musse,da er zuvcrläßig noch um 1505. gelebt habe; was— wer hatte es denken sollen — aus LalepinsWörterbuch s. v. erhellen soll. Ganz fabel-haft sey dann noch Vieles, was Lomazzo vondiesem alten Künstler sage: Daß derselbe das Eben-maaß seiner Figuren von Lystppus erlernt; daßBramante , Naphael, Dürer u. s. f. von seine»Erfindungen, und zumal von seiner Handschriftüber die Pcrspektiv (deren Daseyn Lanzi denndoch nicht zu läugnen scheint) Nutzen gezogen, undzum Theil mit seinem Kalbe gepflügt haben. Wiedem immer seyn mag, so finden sich noch von ihm,neben obigem Christus, auch zu Mailand einigeArbeiten auf Tuch; dann, alla Vrera, ein St.Sebastian in Fresko, woran die Zeichnung desNackten, die Wahrheit der Köpfe, die Drapperie,und auch das Colorit alles Lob verdienen; minderglücklich seyen hingegen Bewegung und Ausdruck.Wieder sehr gut dann, und der neuern Kunst ganznahe erscheine er in einem Gemälde bey St Pererni Oliveto, zu Brescia . Durch Widerlegung desiuerst angezeigten Irrthums bleibt übrigens nochunbestritten, daßFoppa, wie einige behaupten,w Mailand eine neue Schule gestiftet habe; undsüdlich hat Lanzi wirklich nicht erwiesen, daß dervincenz von »455. durchaus derjenige seyn müsse,den Andre schon um 1407. in Wirksamkeit setzenwollen.
*Forabasco oder Ferrabosco, (Hie-ronymus). S. im Lex. Ferrabosco. In dengegenwärtigen Zusätzen wurde seiner, unter diesemletzter« Namen, aus Versehen nicht gedacht.Lanzi (II. 164.) der ihn noch um 1660. leben läßt,spricht von ihm s. V. i'orabttsco ungefähr mit den-selben Worten,^ wie das Lex. (beyde nach Bos-wlni, welcher jämmerlich mir seinemNamen spielt;baß er nämlich aus dem dunkeln Busch ansLicht getreten sey). Uebrigens fügt Lanzi hin-zu-' Man müsse ihn aber nicht so fast in seinenKirchen - als in seinen Kabinets-Gemälden sehen.Nach ihm hat sein Bildniß in der Galerie zu Flo-ren; P. A. Pazzi, und P. Monaco einen Tod Abelsgestochen.
Forbin, (August) So nennt Fiorillo (HI.S 4 ö) einen neuern ftanzes. Maler, welcher in Vor-stellung des Innern von Kirchen die Niederländersehr glücklich nachahme. In dem ^lmanacli «los
Keaux-Arts von iZoz. wird der unsrige unterder Rubrik der damals zu Paris lebenden Land-schafts-Marine- und Architekturmaler angeführt.
* Forbin, (Graf von). Basan (sec. L6.) setztsein Geburtsjahr in 1721.
Force, ( la) Wie Fiorillo (III. r2o7 einesKünstlers dieses Namens gedenke, s. oben im Art.Jacob Bunel .
F 0 rd, ( ). So wird ein Künstler genannt,
nach welchem W. Hollar das Bildniß einer engli-schen Lady geätzt habe.
* F 0 rest, (Johann Baptist). Derselbe ahmtedie reizende Manier seines Meisters Moia, unddie sonderbaren Effekte desselben nach „Er hatte"(sagt Bardon) „die Kunst der Gegensätze, deccontrastirenden Töne und des Helldunkels vollkom-men inne, und wußte aus den oft bizarren Gegen-den, die er erwählte, glückliche Accidentien zu zie-hen. Sein Pinsel war fett und markig!; seineFiguren toccirte er mit Geist, und gab seinemBlättergebüsche, das er durch Schatten- und Licht-massen hob, schöne Formen." „ Sein Colorit warschrecklich " (sagt FonrsnaiX Desto stummer rDieses Schreckliche rührte nämlich von dem aüzu-großen Dunkel, und letzrres von dem argen firnisseher, dessen schon das Lex. gedenkt, und worüber ersich wahrscheinlich oft selbst geschämt, so daß ihmseine eignen Arbeiten meist mißfielen, und er solchehäufig von Neuem anfing. Nach ihm hat S- Ver-narb eine Landschaft mit Vieh, dann aber auchCvelemanns eine — Maria Magdalena , und P.Peiroleri zwey Kinder gestochen, die mit einemVogel spielen. A/se.
Forestier, ( ) So wird im Hlmannck
ckes 1Zeaux-/Irt8 ein damals in Paris lebenderGeschichtsmaler genannt.
Force, ( la), ein französ. Maler, von wel-chem man in der Kirche St. Margoretha zu Mo-den« eine Tafel siehet, die verschiedene Heilige vor-stellt. /ÄFUM.
Forlaun, (Bonaventura), ein Bildhauer,der 7769. zu Bologna unter Philipp Scandelariund Donünikus Pio studirte. Derselbe ward nach-her in Venedig Aufseher der Farsettischen Galerie.Mensel XIII. 54 -
Forli , (Ansovinus) So nennt Lanzi (II.40. und II. 2. 32.) einen Schüler von Squarcione ,und führt von ihm einen St. Christoph in Freskoin einer Kapelle zu Venedig (wir glauben bey St.Christina) an, der mit Opus klttor
borüvose bezeichnet sey; eine Figur, von weicherer sagt: Man würde sie anderwärts bewundern,wenn sie nicht neben der Arbeit von Maniegnastühnde.
— — (Dartholome). So nennt Lanzi II.2. 34. nach Malvasia einen Maler, Schüler vonFrancia, der frühe im XV!. Jahrhundert zu Forli lebte, und in seinen Arbeiten trockener als seineMitschüler er:chien.
* — — (Melozzo) Nach Einigen ein Schü-ler von Squarcione, nach Andern von Peter de laFrancesca, der bekanntlich in der Mathematik ebenso sehr als in der Kunst erfahren war; worausFchvielleicht am Beßten der Umstand erklären laßt,daß Melozzo für den ersten Erfinder der Verkür-zungen geachtet wird. Sein Gemald, ehemals beyden HH. Aposteln zu Rom um 1472. gemalt,dessen das Lex. gedenkt, wurde späterhin (1711) inden Quirinal gebracht, wo es mit der (freylich nurneuern) Aufschrift: Opus iVl.I. kvroliviens. quisummos sornices p'm^enäl srtem vel Primus in-vemt, vel illustrsvlt, noch auf den heutigen Tagzu sehen ist, so wie im Vatikan einige Apostelköpfe,die bey der nämlichen Gelegenheit von ihrer erstenStelle weggesägt wurden. „Im Ganzen" (sagtLanzi II 2. 32 — 34 .) näherte sich sein Geschmack