Fortini.
Malerey und Bildhauerkunst; verfertigte das schöneDenkmal, welches dem General Dcsaix im I.igoz. auf der Place de Dauphine zu Paris er-richtet worden. Eine Fama gräbt die NamenTheben und die Pyramiden, Aehl und xssia-rengo auf Schilde ein. Unter dem Namen De-saix liest man auch seine letzten Worte: „Saget„dem Ersten Konsul, daß ich mit dem Bedauern„sterbe, nicht genug gethan zu haben, um bey der„Nachwelt zu leben." Seither (Jan. 1805.) setzteer eine lebensgroße Statue des K. Napoleon,welche für den Salon vom I. iZo-s. zu spät kam,in seinem eignen Hause zur Schau aus. kVäEst.ckr I V. 192.
*/ortl'ni, (Benedikt). Dieser Architektur-Früchte- und Blumenmaler von Florenz lebte noch,7>g. I. s^cr.
* — — (Joachim), Bildhauer und Baumei ster , dessen im Lex. unter seines obigen BrudersNamen Erwähnung geschieht, lebte noch 1715«Mc.
* Forrori, (Alexander). Dieser Maler vonArezzo lebte noch 1563. Derselbe scheint Loscananiemals verlassen zu haben, /.an« I. 199.
Forruna, (V-). So heißt ein uns übrigensganz unbekannter Maler, nach welchem C. Fauccidas Bildniß von F. M- Ant. Zandadari gesto-chen hat. M>c.
Loreune, ( ). Mit diesem Namen wird
im cles Kenux-Arks von iZoz. ein da-
mals in Paris lebender Künstler in geschnittnenSteinen und Ornamenten angeführt.
* Forruni'us, (Johann Fortuna). SeinSymbol des Todes datirt sich von 1585 - und ist«in großes, äusserst seltenes Blatt,
Forville, ( de). Nach einem sonst unbekann-ten Künstler dieses Namens hat Romanet das Bild-niß des Schreibmeisters H. S. Royllet gestochen.Mc.
Loscht, (Ferdinand). So nennt der wmk-lersche Katalog einen neuern Künstler von Bologna ,welcher hauptsächlich Landschaften gemalt habe,und führt dann nach ihm einen Berg, nahe beyRom , von I. Hemery, in Basans Verlage zuParis gestochen, an.
* — — (Joseph), lebte um ,760. und kenntman von ihm, neben Anderm, das Bildniß des Pros.der Anatomie und Botanik L. F. Anderlini's zuBologna .
* Fosie, (JvhasiD, deren das Lex. unter demArt. ihres Vaters Jakobs erwähnt, soll auch inKupfer gestochen haben. ^c.
.Fosquet, ( ). So nennt Hirsching
einen Maler, der um 1780 zu Rom lebte, und inWinterlandschaften vortrefiich war.
*Kossano, (Ambrosius da), gebürtig vonMano, nahe bey Mailand , arbeitete um 1473. alsMaler und Bildhauer. Don ihm war die Icich-uung zu der grandiosen Facade der Kirche beyder großen Karkhause zu Pavia , und in einer Ka-pelle ebendaselbst ein (wahrscheinlich das schon imAx. bemerkte) Gemälde von ihm oder von einemBruder desselben, welches zwar keinen sehr feinenPinsel, aber einen Geschmack verräth, der Man-kegna's seinem nicht gar unähnlich ist.li. 402.
* ^ossaro oder Fosfati , (David Anton).An die Stelle dieses Artikels -m Lex. setze folgenden,«eb- 17^8 zu Morco, in der damaligen ennetbir-SNchen Landvogtey Locarno in der Schweiz (nicht!! 724 - zu Viterbo , wie Basan sec. Lci. jämmerlichweicht) In 1720. begab er sich nach Venedig zueinem reichen Kaufmann, seinem Verwandten, dermn zur Handeischaft bilden wollte Allein er fandwenig Geschmack an diesem Stande, wollte stch
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lieber der Kunst und den Wissenschaften wiedmen/und wurde daher der Sorgfalt eines Mönchs de«frommen Schulen, Vincenz Mariotti, einem ge-schickten Architektur- und Perspcktiv- Zeichner an-vertraut, bey dem er bald große Fortschritte machte^Dort nahm ihn der Deutsche Daniel Gran mit stchnach Wien , unter welchem er sich weiter bildete/in ein Paar ungarischen Klöstern in Oel und Freskoarbeitete, und hierauf wieder nach Venedig kehrte/wo er mehrere Landsitze dortiger Edelleuthe mir sei-nen Gemälden zierte Ein lange Reihe von Unan-nehmlichkeiten und Prozessen über das Lrbe seineserwähnten Verwandten zog ihn allmälig von de«Kunst ab. Zur Zerstreuung machte er indeß vonZeit zu Zeit noch einige Versuche im Radiren. Sokennt man z. B. von ihm: Den Knecht Abrahamsbey Rebecca, und die Berufung Pein, nach A.Bellucci; Diana und Eallist, nach Solimena ; dieFamilie des Darius vor Alexander, und Jupiter derdas Laster stürzt, nach P. Veronese ; und endlichS 4 - Gegenden um Venedig nach M. Ricci. 0 mGrafen Algarotti zugeeignet (diese von «71z datirt).Der Verfasser gegenwärtiger Supplemente kannt«ihn noch zu Venedig in 1762. nicht als großenKünstler, aber als einen äusserst geistreichen unsliebenswürdigen Mann, mit dem er manche sel.Stunde im Hause des Grafen Gozzi, und in derGesellschaft von Bartolvzzi verlebte. Oonk.Roit IV.146-48.
/ — — (Georg)/geb. um 1716. Seine Ge-bäude nach Palladiv, von welchen das Lex spricht/sind von guter Ausführung, und machen dem Ge-schmacke des Künstlers Ehre. Rosi I V. 143- 49.Der llVmklerfche Katalog will (glaublich irrig)wissen, baß solche erst in ,76z. zu Venedig erschie-nen waren, und führt nach ihm noch 6 Blätter,ganz andern Inhalts, nämlich Personen einerPastorale, Brustbilder in Halblebensgröße an, welchemit <?ror-§rc> Fonato, ^rokitetto in Oastel körte8r. koeoo Veneria bezeichnet sind.
— — ( ) David Antons Sohn, widmet«
sich den schönen Wissenschaften, und that sich ,77g-und 1776. in der Künstler-Akademie zu Venedig bey Austhcilung der Preise durch öffentliche Redenhervor, die auf Befehl durch den Druck bekanntgemacht worden. Füßli V. 47 - Man kennt vonihm auch eine Sammlung von Fabeln.
Fo sse, (Carl de la>. Derselbe empfing denersten Unterricht von le Vrun, und gicng hieraufmit einer Unterstützung von dem Könige, die ihmdurch Gönnerschaft zu Theil wurde, nach Italien .Nachdem er in Rom einige (flüchtige) Studien ge-macht hatte, begab er sich nach Venedig , und legtesich ganz darauf, die Manier der dortigen Colori-sien nachzuahmen. Allein es herrschten hier nichtmehr die achten Grundsätze der Schulen von Tikian,Tintorett, Caliari u. s. f. sondern die neuen Metho-den. welche aus dem Charakter der Nachahmereines Arpino und Mcrigi geflossen waren. Dondiesem Movegeschmack ließ sich la Fosfe, seinerglücklichen Anlagen ungeachtet, mit fortreißen, undbemühte sich vornämlich, ein Colorit <u erreichen,dessen Wesen in grell contrastirendcn Farbenmassenbestand, und alle Fehler der Manier an sich trug.Als er wieder nach Frankreich kam, vollführte ereine große Menge Arbeiten, und wurde 1673. indie Akademie aufgenommen; sein Aufnahmsstückstellte den Raub der Proscrpina vor. Nach Lon don gieng er 1690. Bey seiner Rückkehr nachParis wurde ihm von Mansard aufgetragen, dieKupvel der Invaliden-Kirche zu malen. DiesesWerk stellt den H. Ludwig vor, welcher Christoden Sveer, womit er den Sieg über die Feindeder Religion erfocht, darreicht, die von Kennerneben nicht sehr gerühmt wi>d. So sagtB. Florrillo (IIl. 265) davon: „An dem Haupkgewölbesieht man eigentlich nichts mehr, als eineMasse stralender Lichter und grell schimmernderFarben; umsonst sucht man eine correkte Zeichnung,sprechenden Ausdruck, Großheit, oder irgend eines