Z86 Fran^oiS,
Franquin.
Le3llx-^rt5 von I80Z. ein damals in Parislebender Bildnißmaler.
!^Fran<)ors, (Guido). So nennt Fiorillo III.209. einen französischen Maler des XVII. Jahrh,von dem sich in der Karthauser r Kirche zu Tou louse eine Beschneidnng befinde, deren Arbeit, inden wichtigsten Theilen der Kunst, alle Foderun-gen der Kenner befriedigen soll.
Franconio oder Fransonio, (Ludwig),ein Künstler aus Burgund ; malte für die KapelleBeglini der Kirche St. Thomas von Aquino zuNeapel eine Verkündigung. Er lebte um iSis.
ä'ar-rc/ü.
Franc 0 rar s,( ) ein sehr geschickter
Juwelier von Luttich , arbeitete um 1730. zu Paris Meusei M-ecell. XV. 152.
* — — (Johann Carl). FiorlHo III. -sor.setzt nach Basa«, wie wir glauben unrichtig, seinGeburtsjahr in 170z. und sein Todesjahr (wohlzuverläßig durch Druckfehler irrig) in > 737 , Basan(Lck. sec.) hingegen (wohl auch unrecht) in 1757.an, da Er selber in seiner crstenAusgabe (1767) diesenKünstler noch unter die Lebenden zählt. Die be-kannte Crayon-Manier hatte er, wo nicht erfun-den, doch wenigstens auf einen hohem Grad derVollkommenheit gebracht. Wie ihm Bonnet, Des-marteaux, Magny, u. a. diesen Ruhm streitigmachten, ist bekannt. Seine ersten Versuche warenvon 1757. und die Akademie ertheilte ihm darüberurkundlichen Beyfall. Von Desmarteaux (glaubtBasan l. o.) sey er weit übertoffcn worden, RostVIII. 167. führt eine ziemliche Anzahl seiner Blätterin erwähnter Manier, meistens Bildnisse, unterdenselben jedoch zwey kleine (des Grafen von St.Florentin, und der Gräfin d'Olonne, letztres nachChampagne) mit dem Grabstichel, und dann eindrittes (des Arztes F. Quesnay ) nach F. Fredou(1767.) an, welches das Besondere hat, daß es alleSrichmanieren enthält, in welchen der Künstler ge-arbeitet hatte. Der Kopf ist in Schwarzkunst ge-schabt, die Drapperie mit dem Grabstichel, dieEinfassung und der Grund in gewohnter Crayon-die Beywerke, Bücher u. s. f. in getuschter Manier,das Piedestal endlich in Schwarz- und Weisser Kreide; für die Jäger sogenannter Kunstseltenheitenein — königlicher Bisse! Ein weit größeres Verzeichrniß von über 50. Blättern findet sich unter denHandschriften meines sel. Vaters. Darunter ein,auch von Rost angeführter, Cavallerie - Marschnach Parrocel, in Schwarzkreiden-Manier (einvorzügliches Blatt), ein Lombsc cklnf-mtorlo undkrise ä'-^saut, nach Dellapeigna, und ein Mau-soleum der Mad. Henriette, Tochter Ludwig X V.von 1752. datirt. Einen interessanten Art. überdiesen Künstler, wo er, in Vergleichung mit seinenGegnern in sehr vortheilhaftem Licht erscheint, s.in des Abbe de Fontenai IXctionn. cke8 freistes.
— — (Madame), des obigen Künstlers Gat-tin, Malerin. Nach ihr hat ihr Gatte Sar>e-riens Bildniß zu desselben Histoire cke8 pkilo-sopks8 Niocl6rne8 in seiner gewohnten Manier ge-arbeitet. Rost VIII. 167.
* — — (Lucas), der Jüngere. Nach ihmkennt man das Bildniß Fr. Villain's, Bischofsvon Tournay , von P. van Schuppen, und dieje-nigen seines Vaters Lucas (oder auch sein eignes)und seines Bruders Peter's Francois, beyde vonC. Waumans.
* — — (Peter). Ob ein irgendwo nach ihmangeführtes Bildniß des Barons von Cereste vonihm selbst gestochen sey, da man sonst nur einigegeätzte Marinen von ihm kennt, ist uns unbekannt.
*Francqüart, (Jakob). Nach ihm kenntman: Den Leichenpomp des Erzherzog Albrechts zuBrüssel <1623) von C. Galle, und einen todtenChrist von den H. Weibern beweint, von Th. Ma-tham gestochen.
Francucci, (Jnnocentius), genannt vonZmola, arbeitete bis 1542. In Francia's Schulekam er 1506. oder 1503. Deswegen aber konnte erdoch, wievasari glaubt, auch Albertinelli's seinebesucht haben. Als er von Rom nach Bologna zurückkehrte, führte er verschiedene Werke aus,welche, wie einige vermuthen, nach RaphaelischenZeichnungen entworfen seyn sollen. So z. B. inseinen zwey reißenden Arbeiten in der dortigenKirche St. Giacomo maggiore, von denen dasHauptgemälde die Vermählung der H. Catharina,und ein zweytes am Fusse des ersten, bloß als Zu-gabe angehängtes, das Christkind in der Krippevorstellt. Durch seinen Einfluß erhielt die Ma-lerey in Bologna einen ausserordentlichen Schwung,Nach Malvasia hätte er, in mehrern Rücksichten,alle seine Vorgänger der dortigen Schule, selbstBagnacavallo und seinen Lehrer Francia übertref-fen, indem er mehr Gelehrsamkeit, Majestät undRichtigkeit in seine Vorstellungen brachte, was er-wähl hauptsächlich seinem Studium der Antikenzu danken hatte. FiorMo II. 463. nach Lan?i(II. 2.42.). »Von ihm " (fügt dann dieser noch bey)»kennt man viele Altarblättcr, noch im Geschmackeder Quatrocentisten. Aber, nach dem Beyspieledes Frate und del Sarto's, stellte er seine Madonnenin die Hohe, ohne jene alten Vergoldungen, undgruppirte mit schöner Kunst die Heiligen rings um-her; und eben so seine Engelchen, mit einer gewis-sen Neuheit, stufenweise in den Lüften. Biswei-len, wie z. B. in dem herrlichen Gemälde im Domezu Faenza , und in einem andern, beym Prinz Er-colani, fügte er eine gründliche, geschlanke, ausder Antike geschöpfte Architektur hinzu ; andremale,wie bey den Observantinern zu Pesaro eine anmu-thige Landschaft, und eine Luftperspektive, die anda Vinci erinnert. Sehr Originelles und mit FeuerEntworfenes kennt man nichts von ihm. Alle seineKünstlcrarbeiten waren seinem Gemüth angemessen,welches uns die Geschichte als sehr still und ruhigvorstellt."
* Frangipani, (Niclaus). «Derselbe"(sagt Lanz, n. 25 ) »arbeitete im Geschmack einestreflichen Naturalisten; so z. B. 1565 seine Him-melfahrt bey den Conventualen zu Rimini ; und(zwar minder studirt- sein St. Francisc, dessen auchdas Lex. Erwähnung thut. Uebrigens war seinGenie mehr zum Spaßhaften aufgelegt, wovonman in mehrern Galerien Beweise findet.
* Frank. S. Franck — nach gewohnter Un-rechtschreibung.
* — — (Simon). Nach ihm kennt man,neben Anderm, das Bildniß Vincents de Paula,von vier verschiedenen Künstlern (Edelink, Pithau,van Schuppen und Lochen) gestochen; dann einChristkind in den Windeln, von Poilly, u. s. f.M55.
— — ( ) ein talentvoller französischer
Künstler, der es nicht unter seiner Würde hielt, denAuftrag zu übernehmen, mit allegorischen Figurenden Staatswagen auszuzieren, der im Frühjahri8vZ. den ersten Consul an den Gränzen des Depar-tements der Dyl empfangen sollte. Lltoi-e»for§ Hnn. IX. 1224.
Frankhart, ( ) geb. zu Hamburg um
1710. studirte unter Rundts Aufsicht, malte Bild-nisse, und gieng nach Rußland . Hamb. Lünstler-Vlachr. S. 16.
* Franque, (Hieronymus). S. Franck.
— — ( ). So wird irgendwo ein Königl.
Französischer Baumeister, der um 176c». blühere,genannt.
Franqueville, (Peter von). Seine Stattedes Orpheus s. in Tboinasstns bekannter Samm-lung i2Z so wie Alles übrige jämmerlich genug.
Franquin, ( ). So heißt ein französischer