Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
387
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Fra 'nxisheim.

Maler, nach welchem Coelemans das Bildniß A.L. B- von Chalucet, Bischofs von Toulon gesto-chen hat.

Franxish eim, ( ) nach einem Maler

dieses Namens hat Gaukler - Dagoty das Bildnißdes König Stanislaus , Herzogen von Lotharingen,gestochen,

/ranzen, (I. C.). So heißt irgendwo einKünstler, nach welchem I. I. Kleinschmidt dasBildniß I. I. Holzapfels gestochen habe.

Franz inger. S. Rranzinger.

Franzoni, ( .) ein römischer Bildhauer,

der sich gegen Ende des XVIII. Jahrh, vornämlichmit Restauration alter Kunstwerke beschäftigte.Derselbe" (heißt es in der Schrift: winkelmanund sein Jahrhundert S. Z56. 57) «war inThiergestaltcn der geübteste plastische Künstler, undergänzte daher die meisten Antiken dieser Art imMuseo Clementino. Als Arbeit von seiner eignenErfindung sah man 1796. einen sehr reich verziertenKamin, für den Duca Braschi bestimmt. Der Ge-schwach im Ganzen war zwar nicht gut; aber dieAusführung dafür äusserst fleissig und geglättet.Man hätte sagen mögen, es sey ein Netscher inMarmor, und Bernini selbst hat z. B. Seidenzeugwohl nirgend so wahrhaft dargestellt, als es hieran Fahnen zu sehen war. Eben so war auch dasZarte, Weiche und Fleischige an Kindern sehrnatürlich ausgedrückt; ihre Form hingegen verdientewenig Lob. Auch menschliche Figuren wußte er sehrgeschickt zu restauriren; indessen wurde ihm, wasdie letztem betrift, penn», und, vielleicht nochmit mehrerm Recht, Albaccini vorgezogen."

Franzc>rvi'tz, ( ) ein geschickter Gold-

schmied zu München , der um 1736. schöne Arbeitfür die dortigen Kirchen verfertigte. Ritters-Hansen.

Frasina, ( ) ein Maler zu Venedig ; blü-

heke um 1590. Re/rbim III. 157.

/ Frarazzi, (Anton). Derselbe war mehrein guter Kopiste nach den Werken seines Meistersbignanl, als Selbsterfinder. Bianconi in seinem6i Mikmo nennt ihn kurzweg einen Praktiker,Dort und zu Bologna sieht man mehrere Arbeitenvon ihm; in seiner Vaterstadt Parma Oeffentlichesnichts, wohl aber in Galerien Manches, das ge-rühmt wird. Er malte noch um »730. DanLrII. SZ 5 .

. ^va re, (Dominikus del), ein junger italieni-scher Künstler, gebürtig von Lucca , lebte in Rom E 1803. wo man verschiedene öffentliche histori,sche Arbeiten von ihm findet. Nach seiner sehrguten Zeichnung hat daselbst Peter Donato 1805.Canovas berühmtes Grabmal der Erzherzogin Chri-Itina von Oestreich gestochen. Mrc.

*Frari , (Leonhard). Sauber geätzt kenntman von ihm, neben Andern,, den KöniglichenManzengarten zu Florenz , ein Blatt, welches denMitgliedern der dortigen botanischen Akademie zuPatenten diente. (?K»cke//r»r.

Frarrel, (Joseph), Maler, Zeichner, undAupferatzer, geb. 1730. zu Epinal in Lothringen ,m>d gest. zu Mannheim Von seinen Eltern zurdtechtögelehrtheit besinnt, konte er sich nicht sogleich'.^mer Neigung zu den Künsten überlassen, und sichvtm Studium der Zeichnung nur in seinen Freyst,lu-ven wiedmen. Aber mit Beharrlichkeit wußte er alleHindernisse zu überwinden , und zeigte sich bald inknien, solchen Grade von Vortreflichkeit, daß er die-Aufmerksamkeit der Kenner weckte So sehr er sichauch schon durch seine Kenntnisse in der Jnrispru,ocnz auszeichnete, s» gab xx doch die Laufbahn dervlchk auf, sondern gtcng nach Paris , um dieMeisterstücke der großen Meister zu stud.r«» ^,e>-Maler Baudouin, den er sich zum Führer gewählthatte, war verwundert über das' Talent und die

Fratlel. I87

Masse von Kenntnissen, die er bey einem Mannefand, der bis dahin nur in Miniatur gearbeitethatte. Die erste Stelle, die ihm seine Talente er-warben, war die eines Hofmalers des KönigsStanislaus zu Nancy Mehrere historische Por-traite, welche der Churfürst von der Pfalz zu sehenGelegenheit hatte, veranlaßten diesen Fürsten inder Folge, unsern Künstler an sich zu ziehen undihn zu seinem Hofmaler zu machen. Als er sichzu Mannheim niedergelassen hatte, nahm sein Genieeinen neuen Flug; er bestrebte sich, Historienmalerzu werden. In dem reichen Antikensaale dieserResidenz fand er seine schönen Formen. Er machtesich mit Geschmack eine kleine Sammlung vonKupferstichen, besonders von Blatternach Ra-phael und pouffin, und nahm diese großen Mei-ster zu seinen Mustern. Seine Kompositionen findeinfach, edel und groß. Die Wahrheit des Aus-drucks und die Kraft des Colorits beweisen seintiefes Studiumach der Natur. Seine Köpfesind im antiken Style, ihre Charaktere wohl aus-gesprochen, und die Umrisse bestimmt. Alle. seineGemälde tragen den Stempel der höchsten Been-digung, und vielleicht könnte man sagen, wennman etwas tadeln wollte, daß man diese Beendi-gung in den Drappenen z. B- nur zu sehr bemerke»Er hat nur eine kleine Anzahl großer Gemälde ge-macht, da er sich nur zehn Jahre vor seinem Endeauf diesen Kunstzweig legte) und in der glänzend-sten Periode seiner Laufbahn verstorben war- Dievornehmsten sind folgende: Cornelia (eines der schön-sten) welches die Mannheimer - Galerie ziert DieVestalen, das H. Pigage an sich brachte. SeineKora , im Besitze des Herrn Churfürsten Crzkanzlersvon Dalbcrg, von dem die Familie des Künstlersnoch jetzt eine Pension erhält. Sein reichstes Ge-mälde aber, die Flucht in Egypten, kaufte der Grafvon Truchseß. Frarrel hinterließ 17. geäkke Plat-ten in einem originellen, in Absicht aufAnsfübrungdem Rembrandtischen sich nähernden Geschmacke,davon 14. nach seinen eignen Kompositionen sind ;nur eine, der Traum Josephs, wo Maria sitzenddas Jesuskind auf einem Tische hält, gegenüberder schlafende Joseph, von einem Engel inspirirt,ist nach einem schönen Gemälde der Düsseldor-fer - Galerie von Rrahe. Man hat zu Mann­ heim ,799. dieses ganze Werk ans Licht gestellt.Kunstkenner werden darin» den Nachahmer derIdeen von Raphael und poufsin nicht verkennen.Jetzt sind die meisten dieser Platten vernichtet,oder durch ungeschickte Drucker verdorben, so daßsich nur eine kleine Anzahl Exemplare erhalten hat.Rost VIII. 21923 wo alle keine Blatter verzeich-net, im liDinklerschen Gantkatalog aber vollendsausführlich beschrieben und gewürdigt sind. Vlackihm kennt letztrer ein einziges Blakt in rotherCrayon-Manier von Carl Heß, welches eine alle-gorische Figur der Rechtsgelehrsamk.it vorstellt,nach der Original - Zeichnung im ehemaligen Wink-lerschen Kabinette, und in gleicher Größe mit der-selben. Ob dann eben dieser Künstler (wie eineunsrer Handschriften sagt), .schon um 1780. selbsteine Sammlung von 50. Blättern nach Handzeich-nunqen in der Churfürst!. Galerie, ebenfalls inRembrandtschen Geschmacke geätzt, ans Licht ge-stellt, ist uns»bekannt, und eben so: Ob er dieHtelle eines Professors der Akademie zu Düssel­ dorf , zu welcher ihn der Churfürst ernannte, wirk-lich bekleidet habe? Erstres scheint die Allg.Runstz. «III. 196.) mit dem Hinzufügen zu bestä-tigen , daß sich die Platten davon »och in Handendes H. Geheimden - Rath Kleius in Mannheim befinden.

Fraerel, ( ) des Obigen Sohn, einMig-

naturmaler. Von ihm heißt eS in Runstnachrich-ren von Mannheim von >302 in der ANg-Runstz-(Hl. 196.1:Durch sein langes Studiumauf der hiesigen Akademie hat sich derselbe einegroße Korrektheit de^ Ieicynung erworben, wasikm na,- s» Elen andern Künstlern in seiner Gat-tung zum Verdienst anzurechnen Eigene Kom-positionen hat er bisher nicht geliefert."

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