Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
389
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Fremery.

» Fremerp, ( ). Nach ihm ist in S.

xhomassins bekannten» Werke (8i°. 46.) der Rotator,(dort wahre Steinschleifer-Natur).

* Fremrn, (Renat). Der Abbe de Fon-tenay sagt von ihm: »Er gehörte nicht zu denen,die sich durch ihre Kunst einen bloß unfruchtbarenRuhm erwarben. Die Menge der ihm aufgetrage-nen Arbeiten machten ihn reich." Hierauf nennter, neben Andern, die Statuen seiner St. Sylviabey den Invaliden, und einer Flora in den GartenzuMarly, welche er ein reizendes Bild nennt.

*Freminer, (Martin). Derselbe hielt sichden größten Theil seines Lebens in Italien , theilsin Rom , theils in Venedig auf; und wiewohl ge-rade damals der Ritter Cesari und M, A. Merigieinen großen Haufen von Nachahmern erweckt hät-ten, so suchte Freminet hingegen sich mehr derManier des Buonaroti zu nähern. Nach seinerRückkunft hatte ihn Heinrich IV. zu seinem erstenHofmaler ernannt. Von ihm ist die Decke derKapelle zu Fontainebleau ; und zwar sein Meister-stück. Was seinen Kunstcharakter betrifk, so fieler, bey vielen andern treflichen Eigenschaften, nichtselten in die Fehler bald aller Nachahmer desMichael Angelo , indem er seine Figuren zu plumpbildete, und das Spiel der Muskeln selbst unterder Hülle der Gewänder bezeichnete. Der DichterRegnier war sein vertrauter Freund, und wied-mcte ihm die Zwölfte seiner Satyren. Ein andrerDichter, aus dem Dauphinö, Ludw. Revol, ver-fertigte eine Grabschrift auf ihn. Gestochen nachihm kennen wir ein antikes Opfer von C. de Paas,und einen St. Sebastian von Ph. Thomassin. Fio-rillo III. i 2 o- 2 l. und

Frengs, lCarl), Münzwaradein zu Augs­ burg , der zugleich ein geschickter Stempelschneiderwar. von Sterken S. 258-

Frenyel, (Georg oder Gregorius), ein Kup-ferstecher zu Jngolstadt um 1595. Christ führtsein Monogramm S. »Ho. an. Von ihm kenntman, nach M. de Vos, die fünf Sinne, und eineMadonna mit dem Kinde, ohne Namen des Ma-lers. GandeUinl nennet ihn Feuzel.

Lrere, ( ) ein französischer Künstler: gab

>805. die Zeichnung zu einem Blatte von Vielh-Varenne, welches das Gefecht vorstellt, das imI. lX. die Fregatte Formidable unter KapitainLroude mit vier englischen Linienschiffen im An-gesicht von Kadix bestanden hatte.

. de Monrizon, (Madame), war>m I. 1305. Leiterin der unentgeldlichen Pariser -Zeichenschule für die Töchter, /em'//. xmü/.

Leerer, (Peter). So nennt der Gantkatalogvon Brandes einen uns sonst ganz unbekanntenfranzösischen Kupferstecher, von welchem er dreyBlatter anführt, welche die Rhede zu Cherburg(um 1786.) zum Gegenstand haben.

Lrefaria, (I ). So wird irgendwo einKup-fttstecher genannt, der nach I. Palma gearbeitethabe.

Lrese, (Daniel). S. /riefe.

Lresne, (Nitot du). S. oben Dufresne,Hier fügen wir, nach dem Urtheil der AUg.«unstz. (I V. 246.) bey, daß seine, schon oben au-tognen Kopien nach Flaxmann mit Geist undLreu Hochgestochen sind.

*/resnoy, (Carl Alphons). Nach eini-gn geb. 1611. Derselbe hatte schon in seinerfugend die alten Sprachen, dann Anatomie undPerspektive studirt. In der Malerey war er einigeseit Schüler des Perrier und Pouffin. Ohne vonvem Glück begünstigt zu seyn, gieng er i6zz. nach-Xvm, wo er zwar eine Zeit lang mit seinem Schick-sal kämpfen mußte, aber zuletzt an Mignard einenFreund, wie wenige, fand. Beyde suchten sichnun durch gründliche Studien zu vervollkommnen;

Freudenberger. zgg

aber du Fresnoy's Liebe zur Poesie bewirkte, daßEr es nie zu derjenigen Uebung und Fertigkeit Krim -gen konnte, welche seinen Freund, der sich täglichhöher schwang, auszeichnete, und daß er zuletztnur bey der Geschichte der Kunst und ihrer Theoriestehen blieb. Im I. 165z. ward er durch allerleyUmstände genöthigt, nach Frankreich zurückzukehren,und sich so von Mignard zu trennen, bis endlich1658 auch dieser wieder nach Paris kam, vonwelchem Er, den das Glück vielleicht nicht ganzohne seine Schuld nie anlächeln wollte, stetsunterstützt, und bis an seinen, sieben Jahre nach-her erfolgten, Tod aufs Zärtlichste behandelt wurdenSein bekanntes Gedicht cle ) 4 rts ^rspkic-s ersch en(nicht, wie der H. von Murr glaubt, schon 1637.)sondern zuerst, durch Mignards Veranstaltung,bald nach des Verfassers Tod, anfänglich alleinder lateinische Text, nachher 1663. mit der franzö­ sischen Uebersetzung und den Anmerkungen von dsPiles. Noch findet sich in dem V Bande derVies äe.s I'eintrss dieses letzter»: 8ontimens <iS0. cüi sur los ouvraAss prind-

paux peintres öes öeruiers sieden; freylich mitder Bemerkung: On V0U3 les Nonne tels gu'onles a trouves evrites Ns sa maln parmi sespapiers. Gegen die / 4 rs ^rapkiea schrieb der streit-rüstige Bosse in seinem stelntre eonverti, 8- k^sris1697. p^ i19. /lorillo lll. 18z 85 - Commen-tirt hinwieder wurde dieses Gedicht in weit neuernLagen von dem berühmten Reynolds Wareletsagt von du Fresnoy und seiner FreundschaftMit Mignard , gleich wahr Und witzig: »Mig-nard malte viel und mit Leichtigkeit; du Fresnoywenig und schwer; aber er sprach viel über dieKunst. Seine Gedanken und seine Lectur warenseinem Freund nützlich, und verschalten ihm einevortrefiiche Theorie; aber Mignard gelang esnicht, jenem, der zu viel dachte, um sich Geschick-lichkeit im Arbeiten zu erwerben, die nöthige Praxisbeyzubringen. In den wenigen Gemälden, dieman von du Fresnoy kennt, bemerkt man übri-gens (wie schon das Lexikon sagt), daß er die Zeich-nung der Carracci , und die Farbe Titians nachzu-ahmen suchte." Von seinem Gedichte dann sagtwareler eben so wahr: »Die Vorschriften darinnsind gut und gelehrt, aber der Vertrag etwas trok-ken, roh und dunkel. Die Natur scheint ihm inallen Gattungen Richtigkeit der Beurtheilung ver-liehen, dabey aber die schöne Leichtigkeit in deeAusführung versagt zu haben."

Fresny, (Carl - Riviere), geb. zu Paris i 748 > Derselbe gab sich ftir einen Enkel Heinrich IV. aus, dem er in der That auch vollkommengliech, und damit diese Verwandschaft wenigstenseher als mit der von ihm bekleideten Stelle einesKönigl. Kammerdieners bewährte. Mrc.

Frereau,( ). Unter diesem Namen (obdes Malers oder des Stechers ist ungewiß) kenntman das Bildniß des Requetenmeisters Gilb.Gaulmins. Hkc.

Freu, (Martin oder Michael), ein Kupfer-stecher, von dem man die Geschichte des Verlor-nen Sohns auf etlichen Blättern kennt. Westen-rteder.

* Freudenberger, (Siegmund). Nachseiner Zurückkunft ins Vaterland behauptete ernicht nur den Ruhm, welchen er sich als verdienst-voller Künstler bereits erworben hatte, sondernäufnete denselben immer fort. Eine Zeitlang be-schäftigte er sich meist mit Bildnißmalen in Oel undPastell, und zwar (er kam aus der Hauptstadt derschönen Welt, und war selbst ein sehr angenehmerMann) hauptsächlich von Damen. Ein männliches(Hallers, auf der Stadtbibliothek zu Bern ) kenntman aus Bause's Stiche. Hierauf verfertigte er,so wie vormals in Paris , mehrere Gesellschafts-stücke , welche immerhin ibr Verdienst haben moch-ten, aber noeh ,u viel vom Geschmacke der Lau-eret'- und Watteau'- an sich tragen, als daß siesich unter den Haufen solcher Arbeiten auszeichnenDdds