454 Giusepp.
* Gl'usepp, (Giovanni), vielleichtde!Sole.Nach einem Künstler erstem Namens hat Winstan-ley einen Proserpinenraub gestochen, sstkc.
Grxon, (Juan Carlos Ruiz), ein spanischerMaler des XVII. Jahrh., der höchst wahrschein-lich zu Sevilla lebte, wo man von ihm eine mit1677. dakirte, meisterhaft ausgeführte EmpfänglichMaria mit vielen Engelchen sieht. Nach seinemStyl zu urtheilen, mochte er ein Schüler oder dochNachahmer von Fr. de Herrara el mozo seyn. Fio-rillo I V. 304.
Gladaine, ( ) ein französischer Kupfer-
stecher; gab im I. 1644. ein satyrisches Blattwider Spanien , betitelt: Xous sllons äs xis enpis, in I. Lagniets Verlage. Mrc.
Gladehals, (Jacob), Churfürstlich - Bran-denburgischer Hofgoldschmicd, um 1597. Mansiehet von ihm Kleinodien mit Schmelzmalerei), diemit). 6. bezeichnet sind. Mcolai.
Gladysz, ( ) ein neuerer Maler, gebür-
tig aus Posen. Auf der Dresdner - Kunstausstel-lung von lZoo. sah man von ihm die Bildnisse desGalerie - Inspektor Pechwells und seiner Gattin,woran Colorit überhaupt, Wahrheit in der Carna-tion und schöner Faltenwurf gerühmt, dann aberan der Komposition einiges, wohl nicht ohne Grundgerügt wurde. Noch besser gefiel das Gesellschafts-stück der beyden Töchter Pechwell, die, denkenwir, auch der Künstler mit noch größrer Liebe gemalthatte. Deutsche Lunftbl. n. 39—42.
* Glaeser oder Glaser, (Georg), Maler,kderselbe, bey dessen Namen im Lex. auf I. A-Brendel, nicht Brandel, wie es dort heißt, seinenSchüler, gewiesen wird) geb. zu Altorf bey Nürn-berg 1719. lernte bey einem seiner Verwandten, undward nach zehnjähriger Lehrzeit Hofmaler zu Bai-reuth.^ Markgraf Friedrich schickte ihn nach einemzweyjährigen Aufenthalte nach Wien , wo er in derdasigen Maler - Akademie zweymal den Preis er-hielt. Von dort reiste er nach Rom, Venedig undeinige Oerter Deutschlands , wo er sich sieben Jahreaufenthielt. Endlich kam er nach Baireuth zurück,wo er i? 48 . wie der Verdacht (doch wahrscheinlichunbegründet'gieng, durch Vergiftung starb. M e Il-se I Miscell. XIV. 101—9. Dort befindet sichüber ihn ein lesenswcrther Aufsatz, worinn es,neben Anderm heißt: „Dieser Künstler brachte esin seinen kurzen Lebensjahren zu einem so hohenGrade der Vollkommenheit in der Malerei), alsihn sehr Wenige zu erreichen vermögen. SeineZeichnung ist äusserst correkt, seine Zusammen-setzung gedacht, und seine Manier lieblich undwahr; fest und keck aufgetragene Farben gaben ihrdiese Wahrheit, ^ein Colorit war frisch, undeher hell als dunkel. Sein Landesherr, der Mark-graf , nahm ihm seine Arbeiten gleichsam von derStaffeley weg. Dieses, nebst dem Umstand, daßspäterhin viele durch den bekannten Schloßbrandverloren giengen, und dann sein kurzes Leben, er-klärten es, warum sein Name und seine Gemäldeausser Franken so wenig bekannt worden sind.Eines derselben, Joseph im Gefängnisse, befandsich (,791.) in Handen des Majors von Gonthardzu Berlin . Einige andre, wie z. B- ein Tod Abels,ein historisches Bildniß des berühmten StickersHeinitezschech von Berlin, und Christus mit derWeltkugel in der Hand, ein großes Bild, welcheser, nach Litian, zu Rom malte, sind wahrschein-lich alle in Baireuth. Zwey schöne Zeichnungen.-Die Eroberung des goldenen Vliesses, und Semi-ramis welche den Abfall der Babylonier vernimmt,kamen an einen Kammerherrn de la Chevalerie,der zugleich ein guter Miniaturmaler war". Auchder eben erwähnte Aufsatz glaubt, daß diesesKünstlers Tod weit weniger in natürlichen Ursa-chen , als in seiner bisweilen etwas lockern Lebens-weise gelegen habe; da er nämlich ein junger,gutmüthiger, äusserst jovialischer Mann war, derzwar die Gesellschaft nicht häufig besuchte, weil er
Glatysz.
gern und viel arbeitete, dann aber, so oft er zurSeltenheit zu lustigen Gelagen kam, sich demGenusse bis zur Ausschweifung überließ.
Glaeser, ( ). Ob etwa ein Verwandter
des Obigen? Schüler des Pros. Tischbein.Dresdner -Salon von 1806. sah man von ihm dasanmuthige Bildniß einer Demoisclle Herzog,schwarzer Kreide.
Glairon - Mondee, (C. I.). So nenntsich ein französischer Kupferstecher, der um 1785.gearbeitet hat. Von ihm kennt man neben Anderm:lo Lonversation allemainle nach I. le Duc, undI'Instruction villAAeome nach Dubucourt. Mc.
Glanr schlug, (I. A ). Von einem Malerdieses Namens kennt man biblische Geschichten.Lftorhnagel XE zgz. und 869.
Glasbach, (Carl Christian), des nachfolgen-den Christian Benjamins älterer Sohn undSchüler, geb. zu Berlin 1751. Dieser Künst-ler arbeitete meistens für die Buchhändler, zu Al-manachen , u. s. f. wie z B. zu dem Göttingervon 1773. nach Chodowiecki ; dann I'kliswire üesCapnoins. in drey Blättern nach I. C. Frisch;vier Statüen nach Grass!; Andres nach B- Rode;Blatter zu Meyers deutscher Anatomie;Landcharcen, u. s. f. 'Merisel II. Seit
i?8S. ist uns von ihm nichts weiter bekannt.
— — (Christian Benjamin), geb. zu Magde-burg 7724. lernte das Kupferstechen bey GeorgPaul Busch , und arbeitete in dieser Kunst fleissigaber mittelmäßig, meist Bildnisse, Prospekte u. s. w.für die Buchhändler. Er st. 1779. Mensel(Miscell. ll. 34—37.) giebt denAnfang eines aus-führlichen Verzeichnisses seiner Blätter, welche allezwischen 7763. und 73 datirt sind, und von denendie mehrern zu Dr. Martin'« Mannigfaltig-keiten gehören. Von einzelen Blättern dann nen-nen wir eines auf den Huberlsburger - Frieden(1763.) und sechs Blätter zu Walrhers Abhand-lung von den trockenen Knochen.
— — (Johann Benjamin), des obigen Chri-stian Benjamins jüngerer Sohn und Schüler,geb. 1757. arbeitete mit seinem Vater und Bruderin gleicher Kunst, ffticolai.
* Glaser, (Hans Heinrich). Von einem sol-che» kennt man ein von 1628. datirtes Bildniß desPaiarins von Beiz, Audr. Leszkynky. Mrc.
Glasewald, (Ephraim Wolfgang), Bau-meister, geb. zu Wilschdorf 1753. Derselbe arbei-tete zuerst als gemeiner Mäurer, nahm inzwischenUnterricht in der Zeichnung und den mathematischenWissenschaften bey dem Hofcondukreur Kuntzsche,und vervollkommnete sich bald so sehr in seinerKunst - daß er schon in 777z. in gleicher Stelle selbstin Churfürstliche Dienste trat. Neben vielen Pri-vatbanken leitete er um 7736. diejenige der großenWitkembergischen Elbe -Brücke. Seit 1788. habenwir von seinen wettern Schicksalen nichts mehr ver-nommen. Bester.
— — (Friedrich Wilhelm), Königl. Preussi-scher Bauinspeltor, gab in 1793. bey Naucke inBerlin in gr. 4. eine Beschreibung des Gartens zuMachern, mit vier großen Knpferplatten in Quer-folio, welche reizende Prospekte dieses Gartens,voi treflich in Aquatinta gearbeitet, vorstellen. Wasder Verfasser selber an dieser Kunstausstattung fürAntheil gehabt, ist uns unbekannt, sterlin 1799.III. 2«2—7Z.
Glasser, (Alexander), ein Kupferstecher zuAugsburg ; arbeitete um 1738- an dem Engelbrech-tisch - Architektonischen Werke. Mn.
— - (Georg). S I-R-M. Z. Schrved.
Glaeysz, ein junger polnischer Künstler,der sich im I. iZoz. zu Paris aufhielt. Auf derKunstausstellung zu Dresden des nämlichen Jahrs