Band 
Zweyter Theil [1].
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Baumeister von Mailand , der, nebst einigen amdern, nach dem Urtheile der beyden Akademiender, Schönen Künste des Königreichs Italien,bey dem Concurse von i8o6. würdig befundenwurde, als Pensionnair nach Rom geschickt zuwerden. Geffentl. zJachr.

* Gometz, (Johann). Unter den zahlreichenKünstlern dieses Geschlechts verdient derselbe vor-nämlich erwähnt zu werden. Von Philipp II. wurde er in 159z. zum Hofmaler ernannt. Nebenseiner schönsten Arbeit, deren schon das Lex. ge-denkt, führt Fiorillo (IV. 137.) von ihm einenChrist mit St. Magdalena und St. Johannes beyden Baarfüßer - Carmelitern zu Segovia an. Dannsoll er auch verschiedene Bilder von Zucchero restau-rirk und verbessert haben. Er starb 1597. I. c.

— — — — ein späterer Künstler diesesNamens wird bey Frorrllo IV. 272. unter denspanischen Kunstsiickern genannt, und soll zu Se-villa um 1688- gearbeitet haben.

— — (Luzian Salvador), ein spanischer Ma-ler, Bruder des unten folgenden vmcenz Sal-vador : Gonietz, von dem uns aber nichts andersbekannt ist, als daß er, gleich diesem, ein Schülervon H. H. de Espinosa gewesen sey. FiorilloI V. 275.

— — (Martin), ein spanischer Maler, viel-leicht ein Bruder Johanns des ältern, von demuns aber nichts Anderes bekannt ist, als daß erfür Philipp III. einige Bilder im Escurial aus-geführt , und eben so in der Kathedrale von Cuenca schöne Arbeit hinterlassen habe. Florillo IV. 171.

* — — (Sebastian), ein spanischer Maler,aus der ersten Hälfte des XVII. Jahrh, dessen dasLex. s. v. Mulare nur ganz vorübergehnd ge-denkt, trug den Beynamen ei Mularo di Mu-rrllo , weil er eigentlich ein Sclave dieses berühm-ten Künstlers war, der sich aber in seinen freyenStunden, nach Murillo's Anleitung, mit der Ma-lerey beschäftigte, und es sehr weit darin brachte.So bewunderte man z. B. von ihm eine reizendeMadonna mit dem Kinde, in dem Säulengangebey den Mercenarios Descalzos, und einen Chri»stus an der Säule bey den Kapuzinern, zu Seviüa.Er soll einige Jahre älter, als sein 1682. oder 85.verstorbener Meister geworden seyn. Frorillo I V.262—63.

— — — — ein andrer spanischer Maler,gleichen Namens, ebenfalls aus der ersten Hälftedes XVII. Jahrh, gebürtig aus Granada , Schü-ler des Alonso Cano . Derselbe hat wenig bedeu-tende Werke hinterlassen, und erreichte weder diecorrekte Zeichnung', noch den harmonischen Farben-toN seines Meisters. Eine sehr große Komposi-tion von ihm) die sich am Ende der Treppe imKloster St. Paulus zu Sevilla befindet, wurdewegen der Ähnlichkeit des Namens eine Zeitlangkür das Produkt des obigen Mulato de Murillo ge-halten, obgleich ihre Manier sich sehr leicht unter-scheiden läßt. Frorillo IV. 278- wo er im Registerirrig Franz heißt.

— — (Vincenz Salvador), ein weit berühm-terer Bruder obigen Lucian Salvadors, aus Va-lenzia gebürtig, und Schüler des Hyac. Hier. deEspinosa, unter dessen Anleitung er es so weitbrachte, daß^er schon als vierzehnjähriger Jüng-ling Gegenstände aus dem Lebenslauf des St.Jgnatius malte. Das schöne Colorit und derkühne Pinsel, den man an dieser Arbeit bemerkte,verschafften ihm bald häufige Aufträge. Im Ver-folg erwarb er sich noch eine ganz besondre Ge-schicklichkeit, viersüßige Thiere, Vögel und perspek-tivische Ansichten zu malen; daher er auch die

n) Von einem Ferdinand und Philipp Gomeh,Ob solche, oder einige der obgenannten, irrige NaVieles, unbekannt.

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Hintergründe seiner Bilder gerne mit schönen Ge-bäuden staffirte. Er war eine Zeitlang Direktoreiner Malerakademie, die ihre Zusammenkunft ineinem Dominikanerkloster zu Valenzia hielt. SeineWerke sind in Bermudez spanischem Künstler-Lexikon (>8oo.) verzeichnet. FiorMo IV. 295. H

* Gomier, (Ludwig). Von ihm kennt manz. B. den Brunn mit dem Obelisk auf dem ForaAgonale, nach Bernini , den Torso, nach Campjg-lia's Zeichnung (S. L^cati iVletallotkeca v-uic.p. 366.), und mehr Anderes in eben diesem Werke;dann eine Madonna und St. Clara nach Hann.Carracci ; eine Religion mit dem Kreuze, nachCyro Ferri; eine Madonna nach Maratti; undeine Dreyeinigkeit (Gott den Sohn todt), nachP.F. Mola. (?anck//r'm.

GoiNltzer, ( ). So wird irgendwo,

ohne Weiteres, ein Kupferstecher genannt, der zuNürnberg gearbeitet habe.

Gondelach, Gondolach oder Gund-lach, (Hans). So heißt ein Maler, geb. zuNürnberg 1530. und gest. 1594 der aber lediglichdurch sein Bildniß bekannt ist.

* — — — — (Matthäus). Auch dieserwird bisweilen Gondolach geschrieben. An Jo-seph Heinzens Wittib erhielt derselbe eine sehrschöne Frau, was, wie die Geschichte meldet,schon in ihrer ersten Ehe, selbst Kaiser!. Majestätfand. Nach ihm hat Heckenauer für das Weck:)z.rti8 ll> Vnlle 8aliua (Salzdalen) lüsstrum(1710.) eine Hochzeit zu Cana, P. Jselburg dasBildniß des Herzogs Joh. Casim. von Sachsen , F.Rein eine St. Catharina, G- C. Kilian das Bild-niß Wolfgang Kilians, und L. Kilian die vierEvangelisten im Brustbilde (schön) gestochen.

Gondelle, (Philipp). So wird, ohne Wei-teres, ein Kupferstecher genannt, der um 1552. ar-beitete, und von welchem Christ (S. 336.) dasMonogramm anführt.

* Gondoin oder Gondouin, ( ).

Derselbe heißt Jacob, und war auch Zeichnerder Kronmobilien An seiner ersten Arbeit, demschönen Collegium der Wundärzte, fand indessenzu der Zeit, wo es erbauet ward (um 1770.) diedamalige Critik den allzugroßen Säulengang undden allzuengen Vorplatz zu tadeln. Ganz andersurtheilr hingegen Landsn (Annal. V. 112-14und 123-24.) wo er davon zugleich, nebst einerausführlichen Beschreibung, den Aufriß der Fa^adedes innern Hofes, und des Einganges giebt:„Jene Saulenlaube" (sagt er) „zu gleicher Zeiternst und graziös, elegant und männlich, reichund doch sehr einfach, gewährt den edelsten undreizendsten Anblick. Indem der Künstler zu denunwandelbaren Grundsätzen der Griechen, zu einerZeit zurückkehrte, wo noch berühmte Baumeisterihren Ruhm auf Abwegen, die man für genialischausgab, suchten, bestand eben in jener Rückkehrein neuer Werth dieses Baues, der unstreitigdas schönste peristyliuin der Hauptstadt ist,selbst die berühmte Colonnade des Louvre nichtausgenommen. Was noch einzig auszusetzen seyndürfte, wären vielleicht die Medaillons berühmterfranzösischer Wundärzte, welche zwischen den Kapi-tälern der Säulen angebracht sind, und, durch ihrenzu starken Relief, die Sculptur an den letzter» ver-dunkeln , die auf einem ruhigen Grund besserhervortreten würden. Uebrigens verschwindet auchdieser Fehler, sobald die Sonnenstrahlen die Sau-lenlaube beleuchten; alsdann wird der innereReichthum in Schatten gehüllt", u. s. f. Nebendiesem Gebäude nennt man dann, ebenfalls ausältern Tagen noch besonders von ihm: Den zweyten

deren das Ler- gedenkt, ist bey.Fisrivo keine Rede-ren einer mrd derselben Person seyen, ist uns — wie l«