G reeir.
Green, (Johann), ein englischer Kupfersstecher des XVIII. Jahrh, von dem man vor«nämlich Landschaften, dann die Alterthümer vonCornwallis , und auch einige Bildnisse kennt.AaEr K6. 8sc.
— — (Richard), ein englischer PerspektiveMaler, nach welchem Val. Green und F. Jukes ,beyde, den Hafen und das Bad von Ramsgate in Aguatinta - Manier schön gestochen haben.
» — — (Valentin und Benjamin). WarumMensel I. den erstem, der sich, wie es dort heißt,um i? 89 - zu Mannheim aufenthielt, als Deutschen anführt, ist uns, so wie freylich alles Biographi-sche von ihm, unbekannt. Wohl dürfte bey jenerNotiz; überhaupt ein Irrthum obwalten, der in er-wähnten Schriftstellers Museum (IX. 286.) selbstam Beßten durch ff. Stelle berichtigt zu seyn scheint:«Düsseldorf 10. Jul. 1789. Herr Green ausLondon hat ein Privilegium erhalten, vermögedessen er aus der hiesigen Galerie, welche 353.Gemälde erhielt, 80. Stücke in Schwarzkunst scha-ben darf. In dieser Absicht bat er seinen Sohn,der kein Lünstler seyn soll, hicher geschickt,um die Gemälde von »erfindlichen Künstlern zeich-nen zu lassen. Diesem nach hat er H. Huck diehierzu gehörige Direktion übertragen, der dennauch die meisten Zeichnungen selbst verfertigen, undden übrigen seinen Namen beysetzen wird. Die inder Galerie befindlichen van der Werffe werden zu-erst erscheinen." Von jenen beyden vortreflichcnenglischen Kupferstechern in Schwarzkunst, Va-lentin zumal, führt ein Verzeichniß meines sel.Vaters an die 170 Blätter an, wovon über dieHälfte historische Gegenstände, auch Landschaftenund Thiere, die übrigen aber Bildnisse, meist eng-lischer Standspersonen enthalten. Man müßte siebald Alle anfuhren, wenn man so Vieles von demSchönsten nennen wollte, was die englische Kunstin dieser Gattung auszuweisen hat. So z. B. nachalten italienischen Meistern: Nach Barozio einenenglischen Gruß; nach Aug. Carracci Venus undCupido; nach L. Carracci eine Grablegung, nachFr. Mol» einen Einsiedler in der Betrachtung;nach B- Murtllo eine Anbetung der Hirten t^ußliIII. 237—38.), einenJoh. Baptista, und die Him-melfahrt Mariä; nach ponzone eine H. Familie;nach E. procaccino die Verlobung der H. Catharrina (Füßl, II. n?.); nach Zampieri eine Ma-donna mit dem Kinde (die, wie so viele ähnliche,schon deswegen einen hohen Werth haben, weilsie wenigstens sehr schöne Schatten der in denenglischen Kabinetten vergrabenen Kunstschatze vonTodten wecken). Dann nach den Niederländern —nur Weniges! Eine Osritus stomaua nach van derWerf, eine Dorfschule nach I. Sreen und einPaar Tabagien, nach Centers; desto mehr nachseinen eignen — ernstem Landesleuten: An die 40.Stück allein nach B. Benj. West (Gegenständegeist- und weltlicher Geschichte) wovon wir hiernur seinen Hannibal und Regulus — seinen Toddes Epaminondas, und hinwieder des ChevalierBayard , welche uns den hohen Geist der Römer,der Griechen, und der Ritterzeit, eindrücklichcr undbesser als keine Geschichte lehren — seinen Alexan-der und den Arzt Philippus — seinen Erasistrams,der die Liebe des Antiochus zu Stratonice entdeckt— seine Agrippina von ihren Kindern umgeben,die über der Asche des Germanicus weint — seinenElisa, der den Sohn der Sunamitin von den Tod-ten weckt — welche uns Thränen nicht für Thörig-tes und Eiteles vergießen lassen; seine Beerdigungvon St. Stephan, welche Einige für sein Kapital-blatt halten. Dann an die 20. zum Theil histo-rirte Bildnisse nach Jos. Reynolds; wie z B.seinen Garrik zwischen dem Trauer - und Lustspiel.Ferner einige sehr angenehme — kein einziges un-sittliches Costumestück, nach verschiedenen Meistern.Endlich die — man weiß nicht ob mehr Schreckenoder Lachen erweckenden Thier - Carricaturen nachG. Srubbs, u. s. f. u. f. v. Greens letztes
Gregoire. 479
uns bekanntes Blatt von 1802. war wieder nacheinem Gemälde von West, das sich in der Kapelledes Findlinghospitals zu London befindet, unddas: „Lasset die Kindlein zu mir kommen," vor-stellt^ welches aber, eben so wenig als die Arbeitdes Stechers, bey Weitem nicht allgemeinen Bey-fall fand; da nämlich, neben Anderm, in dieserletztem die in dem Urbilde nur allzufaden Köpfe,hier wohl zu einem übelverstandnen Ersatze, allzu-hart gehalten sind. Mensel Arä>. II.
113—14-
* Greenbil, (Johann). Nach ihm hat W.Faithorn das Bildniß Will. Davenant, undP vanGunst dasjenige von Joh. Locke gestochen.
Greenland, (Miß), eine englische Dame,welche in 1785. zu Florenz lebte, und dort voneiner andern Dame, Irene ParLnti, in der erneuer-ten Enkaustik unterrichtet wurde, welche sie nachihrer Zurückkunft vervollkommnete, und dafür vonder Societät zur Aufmunterung schöner Künste einegoldene Palette zur Belohnung erhielt. FiorilloRl. Schr. II. >6y. und Mehreres in einem Aufsätzeder Transactionen gedachter Societät: Euriou8cll8covery ok clis sueient grooian nietlmd c>kpamtin^ au cvax, dv lVlis3 tHecir/Mrci, und imAuszuge: ^nnusl HeAi8ter 1787. p- 82.
Greenrvood, (Joh. nach Andern Jm'go),ei» englischer Schwarzfnnststecher des XVIII.Jahrh. Von ihm führt der Gantkatalog vonBrandes: Jesus unter den Lehrern, und Jesusbey Nikodemus, dann: Hembranöt'? kartier, undksmbrant'8 Luurwoocl Xintje (letztrcs ein äusserstseltnes), alle viere schöne Blätter nach Rembrandt :ferner: rlie 8ocial kr>Ln>l8 nach Teniers ; Venusund Cupido mit einer unbekannten Chiffer dcS Ma-lers — ein andres Verzeichniß meines sel. Vatersnoch überdies: Den alten Tobias, der das Gesichtwieder erhält, ebenfalls nach Rembrandt , dann:rüs olll Hzs, nach G- V. Ekhout, und.- rkskiappy kamily, nach van Herp an. Ferner kenntman von ihm mehrere Bildnisse, wie z. B- desKupferstechers Fokke nach B»ys, des Dr. JohnWestley, und des berüchtigten Kaplan G. White-field mit zwey aufgehobnen Händen, beyde nachN. Hone, und des Malers C. Crayer's aus P.Stent's Verlage.
— — (Wilhelm), Maler und Kupferstecher,geb. zu Boston in Neu - England . (Andre gebendiesen Geburtsort vielmehr obigem Johann) VonWilhelm, als Stecher, kennt man: Eine nähendeDame, nach Mczu, und: Eine sitzende Dame miteiner Mannsperson, die einen kleinen Hund beyden Ohren zupft (Mieris und seine Frau), nachMieris.
Grefadau, (Heinrich). So heißt ein jun-ger Maler zu Paris , der in i 8 c> 4 - den Preis desNational - Instituts zu Paris — für welche Arbeitist uns unbekannt, erhalten hatte. (VE.
IV. 331.
Grefeld, ( ). S- Joseph Zirrer,
seinen Schüler. :
* Greff, (Hicronymus), Maler und Form-schneidcr. Hei necke (rffachr. II. 109) zähltihn unter die sogenannten Briefmaler, und setztdas Datum seiner, auch im Lex. bemerkten Figu-ren aus der Apokalypse (glaublich irrig) schon in1502. Auch sollte man, nach ihm, eher glauben,dieselben wären eigentlich (als mit HI. k. bezeich-net) von einem gewissen Meydenback» geschnit-ten, und von Greff bloß gedruckt worden: wasübrigens das Lex. ebenfalls anzudeuten scheint.
«- Grecroire, (Saint), Bischof von Tours-Derseibe war ein großer Liebhaber nicht bloß derBaukunst, sondern auch der Malerey; wie solchesaus den Beschreibungen erhellet, die er uns voneinem heidnischen Tempel in Auvergne, von demSchlosse zu Dijon und von den auf seinen Befehl.