49c> Gründler.
Gründ!er, (Gottftied August), von Alten-burg gebürtig, übte das Kupfersteche» , war abereigentlich ein Maler, und stand auch als ein solcherin Diensten bey dem Fürsten Christian Ernest vonCoburg - Saalfeld . In >768- befand er sich zuHalle in Sachsen, wo er dem dortigen Waisen-hause sein Naturalien - und Kunstkabinet einrichtenmußte, worauf er sich (hauptsächlich auf die Me-thode, Insekten nach ihrer Abwechselung undSchattirung zu rangiren, und das Geheimniß,solche unverletzt und in ihrem völligen Glänze zuerhalten), treflich verstand. Von seiner Kunst alsKupferstecher sagt Hei necke sslachr. II. siesey (wie billig) den Umständen und der Bezahlungdes Orts gemäß.
— — (Johann August), ein Kupferstecher zu.halle in Sachsen , arbeitete dort um 1756. meistensfür Buchhändler, Bildnisse von Aerzten (Büchner),Rechtsgelehrten (Voehmer), Philosophen (G. F.Meyer), mitunter auch Königen (Carl I.), gewöhn-lich ohne Namen des Malers. Ein Derzeichnißmeines sel. Vaters führt ein Zehnd derselben an-Er starb 1775. Mehrere Nachrichten von ihm fin-det man bey Adelung. S. auch F. Borghi-giani in den gegenwärtigen Zusätzen.
* Grueneberg, (Martin). Neben Andern»baute er: Die reförmirte Parochialkirche, dasHospital, die Friedrichstätter-Kirche, das Cöllni-sche Rathhaus, und endlich (istcht sslebring, wiees anderswo heißt, sondern ebenfalls Er) dasOb-scrvalorium zu Berlin . He »necke sslachr. I.^9—50. und chkLc.
Grünewald, (G. W-), gebürtig von Meis-sen, Zeichner und Kupferstecher, Schüler von A.Zingg . Seit vielen Jahren hat derselbe letztreKunst, wofür er ungemeine Anlagen hatte, verlas-sen , um in der Porzellanfabrjk zu Meisten in Goldzu arbeiten. Inzwischen kennt man von ihm großeCharakterköpfe, nebst »4. kleinern, nach Raphael,und eine Menge kleiner Figuren und Kindergruppen— Alles auf Einem Querfolio - Blatt (»771.) sozart gestochen, daß es geätzt scheint. Die Plattesoll nicht mehr vorhanden seyn.
* — — (Hans und Matthäus), welche im
Lex. in Einem Art. vereint erscheinen. In der Zu-eignung eines gewissen Iobins von Sttasburg anden damaligen Bischof von Basel, zu Fischart'sUebersetzung von O. Panvini's blstAws pontistcumwird, neben Andern», eines Malers Marhis vonGschnaburg gedacht, „dessen köstlich Gemäld zuJßna (Jßni) zu sehen", von welchen» Llorillo(Ll- Schr. II. 34».) doch, »vic es uns scheint,ohne genügsamen Grund, vermuthet, daß darun-ter unser Matthäus Grünewald verstanden seynmöchte Von ihn» kennt man eine Apokalypse, inDürers Geschmack, von Hans einen Blocksbergmit Weibern, beyde in Holzschnitt; und von oder»»ach Einem von beyden, eine Aussicht von König-stein (?). dkc. und , welcher des Mat-
thäus Monogramm anführt.
Grünler, (Johann Friedrich). So nenntMeusel II. ohne Weiteres, einen Kupferstecher zuLeipzig (»739 ), geb. zu Trünzig bey Zwickau »761.
Grüson, (Joh. Philipp). S. Gruson.
Gruinbrecht, (A. E), ein Maler, nachwelchem M. Tyroff die Bildnisse dreyer Grafenvon der Lippen - Bükenburg gestochen hat. Mn.
Gruin 0 ff, ( ). So heißt ein um 1804.
zu St. Petersburg lebender Bildnißmalcr, der da-mals dort zu den ersten gezählt wurde, und vonwelchem, neben andern, das Bildniß des Vizekanz-lers Alex. Kurakin sitzend in Lebensgröße vielenBeyfall fand. Meusel Arch. IV. g».
Grumper, (Johann). So heißt Ritters-hausen, ohne Weiteres, einen Bildhauer zu Mün-chen um »620.
G u a d a l.
Grund, (Johann Jacob, oder Norberg),geb. zu Günzcnhausen in, Anspachischcn »755.Sohn eines Hof-Harfenisten zu Wurzburg , st»-bitte anfangs und wollte Jesuite werden, als dieAufhebung des Ordens dazwischen trat; hierauferlern»« er die Miniakurmalerey, und übte sie zuAnspach sehr glücklich aus. In den Achtziger-Jahren scheint er sich nach Rom begeben zu haben,wo er »79z. sich noch anfenchielt. In Meus.Gel. Deutsch!, erscheint er um izo». noch lebend,als Maler zu Prag . Schon um 1739. gab er einemalerischc Reise „ach Rom (2. Thle, 8. Weis-senburg), welche in demselben Jahr, mit bloßerVeränderung des Verlegers auch zu Wien , unterdem neue»» Titel: Malerische Reise eines deut-schen Aünftlers nach Rom , ein würd gerPendant zuvolkmann'ö und Archenholz Wer-ken, verkauft wurde.
Grundter, (Franz IkaverK So heißt irgend-wo ein Baumeister, der in 1777. das Schauspiel-haus zu Augsburg gebaut habe.
Grüner, (I. E.), Kanzleysekretair, Nach-worts Rath und Amtmann zu Koburg. ein Lieb-haber der Kunstgeschichte, vielleicht selbst ausüben-der Dilettante. Von ihm las man um »790. meh-rere, in sehr gutem Geist geschriebener Aufsätze inMeusels Mus. Nämlich IX. 274 Ueber Wen-zel Hollar . — X. 342. Ueber einige neue in Eng-land erschienene Kupferstiche. — 354. Recensiondes Eataiocrus rrilsonnö ä« I'crmvrv -lo (sco-'AeRreär-'ic Xc/r«räi. — XII. 590. Eben so vonGoerhe's römischem Karneval. — XV. 145.Eben so von Heinecke's l 'lttiormrnrc: freistes1'. II. — X VI. 237. Ueber einige neue bunteenglische Kupferstiche. — 242. Anzeige von Hu-bers Xotioes pdmörules, nebst dein Wunsche vonneuen Impostures innocentez, — dem wir gernebeypflichten wollten, wenn anders bloß Männervon A. Vartsch Talenten solche auszuführen sicherkühnen würden.
Grünn»er, (Adam), wird vonLersnerdl.2Z5-) unter den alten Malern der Stadt Frankfurtam Main angeführt.
* Grnpello, (Gabriel). Derselbe war an-fangs ein Mäurer, und hat sich selbst in einerkleinen Bildsäule von weissem Marmor als einenMaurer - Lehrburschen, mit einem Korb in derHand, vorgestellt, ^c.
Gruson oder Grüson, (JohannPhilipp),Professor der mathematischen Wissenschaften amadelichen Kadettenkorps zu Berlin seit 179g. (vor-her seit 179». Königl. Preussischer Ober-Baude-partements-Assessor, und noch früher Konigl. Preuss.Baucondukteur zu Magdeburg), geb. in der Neu-stadt Magdeburg 1763. Von ihn» kennt man eineMenge mathematischer und ökonomischer Schrif-ten, die in Meusels Gel. Deutsch!, verzeich-net sind, und aber Architektur selbst nicht zumGegenstand haben. Er lebte noch »796.
Girier. S. Grlef.
Gryff, ( ). Unter diesem Namen findet
man 44. Blätter, welche den Tircl: Noguettesführen. A/tt-
*Guadagn», (Franz). S-den Art. GabrielUgh».
* GuadagnLn», (Jacob). Mit ihm (sagtLanz» II. »23.) erlosch noch vollends zu Bassano die dortige Schule von da Ponte, deren Arbeitener noch, freylich nur sehr schwach, copirt hatte.
Guadal, ( ) ein uns sonst unbekannter
Maler zu St. Petersburg . Auf der dortigen Kunst-ausstellung »8o4- sah man von ihm das Bildmßdes Kaisers Alexander zu Pferde, woran aber so-wohl Ähnlichkeit als Zeichnung durchaus verfehlt»varen. Das Pferd drohte auf seinen drey Beinenauf den Zuschauer zu fallen, und man fürchtete