G u i l r.
ster; arbeitete zu Madrid , wo er für den Herzogenvon Berrvik einen Pallast in griechischem Geschmackentwarf, und zu bauen anfieng. Er starb aber um1770 da dieses Gebäude nur bis auf das untersteStockwerk aufgerichtet war, und Ventura Rodri-gue; führte dasselbe mit allgemeinen Beyfall aus.Mc.
Guile, ( ) ein uns sonst ganz unbekannter
französischer Maler, nach welchem Beauvarlet einBlatt: les Lbg8eu8S8 gestochen hat.
* Guiliaui, (Johann), Bildhauer. S.Giuliano.
* Gurllain, (Simon). Nach d'Argensvillegeb. zu Paris >581. und daselbst gest. 1658. (nicht79 wie das Lex. sagt). Wir halten aber die An-gabe des Lex. für die weit richtigere. Der (in sei-ner Ungenauheit abscheuliche) Basan (K6. 8ec.)verwechselt nichts Geringeres als sein Geburts - insein ungefähres Todesjahr, und giebt ihm Tourszur Vaterstadt. Sein Vater trug den Namenpere ssambrai von seinem Geburtsort. Er giengfrühe nach Rom . Alles, was man indessen vonseinem dortigen Aufenthalt weißt, ist, daß er balddie schönsten Anlagen entwickelte, und daß dasStudium für ihn mehr Zeitvertrieb als Arbeit zuseyn schien. Nach seiner Rückkehr heirathete er eineSchwester des Bild Hauers Cochet. Von seiner aus-serordentlichen Leichtigkeit zeuget die Menge seinerWerke, welche bey d'Argensville (ll. 159-45.)ausführlich beschrieben sind. Dort wird das wich-tigste derselben das Denkmal genannt, welches erzu Ehren Ludwig XIll. und X lV. auf der Drückeau Change zu Paris im I. 1647. errichtet hatte,wovon indessen allerley Beywerke, besonders aberdas Architektonische daran, wegen seiner Kleinlich-keit und Trockenheit begründeten Tadel fand. Aelni-lichen Mangel an Leichtigkeit bemerkte man an sei-nen Etatüen in der Feuillantenkirche: Glauben,Demuth, Hoffnung und Liebe. Sehr gerühmtwird dann die schöne knieende Figur der verwitrib-ten Prinzessin von Conde, Charl. Cather. 0 e laTremouille, im Chor des Frauenklosters Ave-Maria, besonders Kopf und Hände, welche alleWeichheit des Fleisches ausdrücken; und eben soder gute Geschmack an den Verzierungen diesesDenkmals. Dagegen wird bort ein Herkules undeine Minerva über dem Portal des Hotels Lon-gueville, Werkstücks - Arbeit genannt. Rector derAkademie ward er nach d Argensville 1657.(wohl richtiger 1673. wie dasLcx. sagt; am Wahr-scheinlichsten aber um >66ä. nach des ältern MichelCorneille's Tod, dessen Nachfolger er, eben auchnach d'Argensville war). Sein großer Fleißverschaffte ihm ein ansehnliches Vermögen. Dabeywar er oie Rcchtschaffcnheit selbst; edel in seinemganzen Benehmen ohne Stolz, wußte er auch inseine einfachste Handlung etwas Höfliches zu legen.Endlich stand er im allgemeinen Ruf eines wacker»Degens, was bey der unvollkommnen Polizey desZeitalters, zu eigenem, und, nach GuiUainsBürgersinn, auch zu fremdem Schutze, eine nöthigeund löbliche Tugend war. Gestochen nach ihmkennen wir einzig: Ein Grupp Pferde und Trito-nen im Apollo-Bade zu Versailles , von S. Dau-det. Daß er hinwieder selber in Kupfer geätzthabe, ist bekannt; und sind von seinen Blatternvornamlich zu bemerkenDas Leben von St. Diego,nach H. Carracci und Albani in der Kapelle derKirche St. Jacob der Svagniolen zu Rom (20.Bl.) ,649 Dann nach Hannibal allein die soge-nannten Ausrufer von Bologna : I'Arte per via,v tutti i Clamor: 6i cüi vanno venllenllo merei
in Dolo^na (Zi. Dl.) 60I0A. 1646. und endlichnach Ludw. Carraccio die Kirchen - Märtyrer.
Guillan 0, ( ). So heißt irgendwo, ohneWeiteres, ein Bildnißmaler, nach welchem Gau-cher gestochen habe.
Guillaume, Abt von St. Denigne zu Dijon ,baute zu Anfang des XI. Jahrh, eine Rotunda,
Guillemard. 49g
wozu ihm der Bischof Bruno die Materialien, be-sonders die Säulen von Stein und Marmor, ausandern Gegenden kommen ließ. Fiorillo lll. zr.nach /gnual. Orll. 8.. Lenell. D. IV. p.
8pioile§. 1'. I.
Guillaume, ( ). So wird im ^Ima-
nacü ÜS8 6eaux-/Lrt8 von iZoz. ein Künstler unterder Rubrik der damals zu Paris lebenden Stein-schneider und Ornamentschnitzler genannt.
Guillomer, ( ). Und so irgendwo,
ohne Anderes, ein Bildhauer von Paris .
Gu1 1 laum 0 t, ( ) Baumeister und In-
genieur zu Paris ; ward 1730. nach dem Absterbendes berühmten Soufflot zu Vollendung des prächti-gen Kirchenbaues von Genevieve bestellt. Mw. Ob
es der nämliche sey, der noch im /Umauack 603Lesux-/irt8 von 1305. unter den damals in Paris lebenden Baumeistern erscheint, von welchem dortCasernen - Bauten angeführt werden, und dem zu-gleich die Direction der Gobelins-Manufaktur auf-getragen war (in welcher letztem Eigenschaft erauch bey Fiorillo III. 565. genennt wird^, ist unsunbekannt.
Guilleaumo nr, (Joh. Franz), Tapeziererder Universität zu Paris um 1720. Er ist durchsein Bildnjß bekannt.
* Guillebaud, (B ). Nach ihm hat R.Gardelle das Vildniß des Pros- Dav. Constants zu-Lausanne , Seiler dasjenige des Dr Mangels vonGenf , und I. G. Witte eines des Marchgraf CarlFriedrichs von Baden gestochen.
* — — ( ) des Obigen Sohn, dessen das
Lex. unter des Vaters Namen Erwähnung thut.Er malte Bildnisse in Pastell, nicht größer alsNet-scher, Douw u. a. Niederländer . Der Verf. gegen-wärtiger Supplemente besitzt von ihm ein solches(sein eigenes, in 1762. gemalt, mit zwey Händen)das in Absicht auf Kunst nichts zu wünschen übrigläßt.
* Guillebaur, (Simon). S. oben Gui-debaulr. Nach einem Guillebaud oder Guille-baulr findet sich auch in einem Derzeichniß meinessei. Vaters eingetragen: Dropüse (>t Lmblsmes
8ur 1 e 8 priuclpalL 3 action8 6s la Ompavns 6s
169z. ckl-c.
* Guilledor oder Guilleror, ( ).
Letztres soll sein rechter Name seyn. Fio-
rillo III. 197- s. v. Guilledor nennt ihn einenLandschaftsmaler, der viel Genie bewiesen habe.
Guillemar, ( ) KK. Obergraveur in
Prag . Im I. i 8 c> 4 . verfertigte er zwey Schau-münzen auf den Kaiser und den Erzherzog Carl.Auf der Kehrseite der erstem sah man Se. Mas. zuPferde, die Armee die die Honneurs abgiebt, undim Hintergründe noch das Lager. Auf der Kehr-seite der zweyten einen Tisch, Krone und Zepter,das Böhmische Wappen, einen Regenbogen, eineniederschwebende Taube, gesegnete Saaten, Bäumemit Blüthen und Früchten, und noch eine Unter-schrift. Ob (wie ein deutsches Blatt bemerkt) alledas ohne Miscrocop sichtbar sey, wird nicht gesagt.S. unten auch Guillemard.
— — oder Guilemard, ( ). So
wird auch irgendwo ein vorzüglicher Miniatur-Maler in Prag genannt, der dort um 1302. gear-beitet habe, und vielleicht ein Sohn des Vorge-nannten seyn dürfte.
Guillemard, (H.). So heißt irgendwo,ohne Weiteres, ein Maler zu Paris , nach welchemI. Daullö das Bildniß des Abts von St. Gene-vieve, P- Sutaine's, und G- Scotin einen St.Vincenz be Paula gestochen haben.
— — ( ). Ein geschickter Stahlschneider
dieses Namens; verfertigte um 1755. eine schöneMedaille auf die Erzherzogin Maria Antonia, ver-
Sss 2