Hamarson.
Hamarson, ( ), ein schwedischer Kupfers
siecher, von dein man verschiedene, um i/tzh. dasritte Bildnisse kennt. So z. B. diejenigen desGrafen Magn. Jul. de la Gardie, des BischofsJoh.Gazclius vonAbo, Arwed Horn's, u. a. kkkc.
Hameel. S. Hamiel.
Hamel, (du). So nennt piganiol, ohneWeiteres, einen .Ornamentmaler zu Paris .
Hamel in, ( ). So wird irgendwo ein
Schmelzmaler genannt.
Hamelius, (Paschalis). Unter diesem Namenkennt man eine zu Paris 4°. 556 . gedruckte: ?e»rpectiva, tlguris illustrara.
Hamelron oder Hamilron, (Franz de)ward i66r. zu Eleve zum Kurfürst!. Brandenburgi-sche» Hofmaler ernannt, und bekam 400. Nthlr.jährlichen Gehalts, und wöchentlich drey Rthlr.Kostgeld. Darfür mußte er die ihm aufgegebeneGemälde unentgeltlich verfertigen. In 1670. be-kam er seinen Abschied, und gieng hierauf vonPotsdam weiter. Ohne Zweifel ist es derselbe,welcher nachwerts <i68Z.) in Kurbayersche Dienste,mit i 5 oc>. Gulden jährlicher Besoldung trat. Mansiehet von ihm verschiedene Gemälde die ehemalsin den Schleißheimer- und Nymphenburger-Gale-rien, seit 1781. aber in der neuerbauten Kurfürst!.Galerie zu München aufbewahrt werden. Die-selben stellen wilde und zahme Thiere, Landschaften,Pflanzen, Insekten u. s. w. in größter Vollkommen-heit dar. G. M. Zapf hat sein Leben beschrieben.Mensel Miecell. X. 208.
* Hamerani, CBeatrix), welche im Lexikonunter dem Art ihres Großvaters Alberr erscheint.Einige setzen ihr Todesjahr in 1704. doch ebenfallsins 26. Lebensjahr. Von ihr rührt eine großegegossene Schaumünze her, im lll. Jahr der Re-gierung Innoccn; X ll. (1700) verfertigt. DesPabstes Bildniß auf der Vorderseite ist von edclmCharakter, leicht behandelt, aber vorzüglich geist-reich und übereinstimmend im Ganze»; „ohneZweifel" (heißt es in der Schrift: Minkelmannund sein Jahrh. S. 265 .) „eines der kräftigsten,ansdrnckvollsten und tüchtigsten Produkte, die ausweiblichen Händen hervorgegangen sind." DieRückseite ist angefüllt von landschaftlichen Gegen-ständen. Eine zweyte von ihr aufPapstClemens XI.aus Anlaß der Abscndung des H. von Tournon nachChina wird in der Vorrede zum V. Th von Aocd-ners Sainml. merkrv. Medaillen angeführt.S. unten auch den Art. ihres Vattt's Johann.
— — (Hermenegildus), Johanns ältererSohn, dessen im Lex. unter dem Art. seines Groß-vaters Erwähnung geschieht. In 17Z0. wurdedieser Künstler von der Stadt Palermo , zu Ver-fertigung der Grabmeißel für ihre Münze berufen,und zu dem End in einer eigenen Felukke dahin ab-geholt. Er war Mitglied der Akademie von St.Lucas, bey welcher er viele Jahre die Stelle einesCanimerlengo bekleidete, und lebte noch 1741- E.die oben, unter Bearrix, erwähnte Vorrede zuLochner, wo von seinen und seiner Familie Arbei-ten eine — verworrene Litteratur zu finden ist. Zudem Schönsten von der seinigcn gehört ein Me-daillon von wenigstens s" im Durchmesser mit demBrustbilde Clemens XI. im l. Jahr von dessen Re-gierung verfertigt. , Im ganzen Umfange derPlastjft" (heißt es m der Schrift: Nftnkelniünnst- s Jahrh. S. 265 ) »giebt es nur wenige Dey-lpiele so wahrhafter Darstellungen als dieses Profil-aesicht. Die Eigenschaft des Fleisches ist wunder-bar natürlich ausgedrückt. Dabey herrscht imCianzen großes Leben und Geist. Bey allem Auf-wand von äusserstem Fleiß, mit welchem diesesWerk vollendet ist, har der Künstler nichts destoweniger meisterhaft gearbeitet, aber ohne alle An-waaßung, mit recht seltener Naivetät." S. sofortauch den Art. seines Vaters Johann.
Hamerani. 51Z
* Hamerani, (Johann), der im Lex. unter demArt. seines Vaters Alberr erscheint. In einer Ver-gleichung, welche die Schrift: Winkelmann u.s. Jahrh. (26s—66.) zwischen ihm, seinen beydenSöhnen, Hermenegild und Orro, und seinerTochter Beatrix, in'Absicht auf den charakteristi-schen Werth der Kunst eines jeden dieser preiswür-digen Stempelschneider anstellt, heißt es: „ DerVater besaß am meisten Kräftiges, Ausdruck,Styl, und hat sich ebenfalls vom reinen Kunst-geschmack am wenigsten, gegen die herrschendeManier, entfernt. — Die Arbeit der Tochter hatviel weniger Bestimmtes, neigt sich vornehmlichzum berninischen Kunstgeschmack, zeugt indessen voneinem sehr schönen Talent, und leicht gewandterFertigkeit. — Das Produkt des Sohnes tHerme-tiegild) steht als reines Kunstwerk der Arbeit desVaters zwar auch nach ; Styl und Geschmack sindgeringer, aber in Hinsicht auf fleischige Ausführungund Wahrheit ist es vorzüglich, und, wenn mandie große Jugend des Künstlers noch in Anschlagbringt, überhaupt wunderbar und unvergleichlich.Von Johann wird eine seiner Schaumünzen , auchaufJnnocenz Xll. besonders gerühmt l. 0. S. 200.wo solche irrig, und der spätern Angabe (S. 265.)hauptsächlich aber der Zeit selbst entgegen, seinemVater Alberr zugeschrieben wird.
— — — — — So hieß auch ein Bau-meister zu Rom , (wohl von unbekannter Familie.Derselbe lernte bey Nik. Giansimoni, und erhielt1784. einen Preis bey der Akademie zu Parma . A/sc.
*,Hamerani, (Otto), Johanns jüngererSohn, dessen im Lex. unter dem Art. seines Groß-vaters Alberr Erwähnung geschieht. Derselbearbeitete seit der Regierung Jnnvcenz XIII. gleichseinem Bruder, für die päpstliche Münze. In- 754 - wurde ihnen die Einschmelzung der alrenMünze anvertraut, und das Privilegium ertheilt,solche in ihrem eignen Haus umzuprägen, wo siedenn um 1708. mit äusserst rühmlichen Erzeugnissenzu ordentlichen Münzmcistern erklärt wurden. Umdieselbe Zeit wurden von ihnen die Rundschriften,in Rom wenigstens, zum erstenmal eingeführt.Auch eine, damals neue, vortrefliche Art vonPresse soll von ihrer Erfindung seyn. Um 1741-(S- Aochner 1 . c.) liest man von beyden Brudern:„Gegenwärtig leben die Herren Hamerani zu-sammen" (Hermenegild unverhcyraihct, Orroals Vater von 6. Kindern) „ in der größten Ein-tracht, stehen in der größten Estim und Reputation,haben auch in ihrer Behausung eine auserleseneSammlung von Statuen und Basreliefs in Gyps,ingleichem von Münzen und Medaillen fast ausallen Landern, wie nicht weniger schöne Zeichnun-gen und Kupferstiche, namentlich eine treflicheCollectiv» der Werke von Marc Antonio nachRaphael; so wegen ihres frischen Ansehns zubewundern sind (diese ve> standen's, was achtenWerth hat); daher auch ihre Wohnung gar starkvon vielen großen Herren und Liebhabern besuchtwird." Ottos Knnstcharakter betreffend, heißtes in der Schrift: winkelmann und s. Jahrh.(S. 266.): „ Im Fall uns eine Medaille auf KaiserCarl VI, bey Gelegenheit der Eroberung von Bel grad und Lemesivar richtige Ansichten seinesKunstgeschmacks und Fertigkeit gewährt) so ist er,in Betreff der Zeichnung , des Bestimmten und Be-deutenden, hinter Vater und Bruder zurückgeblie-ben, im Lebendigen und Geistreichen auch gar vonder Schwester übcrkioffcn worden. Der Kopf desKaisers ist nur flach erhoben, sehr glatt, die Haareziemlich luftig, das Fleisch äusserst weichlich undverflossen. Das Streben, die Weichheit des Flei-sches anzudeuten, äußert sich auch auf der Rück-seite dieser Schaumünze au der Figur des Donau -Flusses , welche als akademisches Studium behan-delt, und in solchem Betracht wohlgclungen ist."Noch gedenkt dann Lochner (I. c.) der besondernGunst) in welcher unser Orro bey dem englischenPrätendenten oder sogenannten König Jakob III.und dessen Sohne, dem Prinzen von Wales ge-rinn