Band 
Zweyter Theil [1].
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604
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604 Isabella Farnese.

wert, I. ab Heyden, Matham, I. Müller, I.Saenredam und I. van Velde gestochene Blättersind meistens Bildnisse. Eines (der Prinzessin vonEvnde', Charlotte Catherine von la Tremouille)ohne Namen des Stechers, führt das Dat. von1576. was sich mit Isaac's sonst angenommenenGeburtsjahre 1669. nicht verrrägt. Von Histori-schem nach ihm kennen wir einzig Mars und Venus,von Saenredam .

Isabella Farn ese, Königin von Spanien ,Gemahlin Philipp V. zeichnete vortrestich, und warMitglied der Akademie der Künste,

Isabey, ( ). So hieß um 1760. ein

Kunstverleger zu Paris (ob zugleich selbst ausüben-der Künstler, ist uns unbekannt), vielleicht Vaterdes gleich folgenden berühmten Miniaturmalers.In des ersten: Verlag erschienen, nebst mehrernBildnissen: I. I. Rousseau , und dessen Grabmal;die in 1769. bey Quebec gefallenen Marquis deMontcalm und General Wolfe , u. a.

( ). Dieser geschickte Mann, (wel-

cher in : 8 o 3 . noch die Stelle eines Malers für diePorzettanfabrike zu Sevres bekleidete, und gegen-wärtig die Titel eines Malers der äußern Angele-genheiten, Cäremonien- und Kabinetszeichners desKaisers Napoleon trägt seines Zutrauens, manmöchte sagen selbst seiner Freundschaft genießen soll,und von französischer Nachläßigkeit schrecklichzu vernehmen dessen Taufname, Geburtsjahr,Lehrmeister u. s. f. dem Ausland nie zur Kunde ge-kommen sind), gehört was freylich weit wich-tiger ist allerdings zu den ersten der lebendenMiniaturmaler, und zu den beßten Zeichnern inschwarzer Kreide und Sepia. Unter seinen frühern.Arbeiten zeichnen sich vornemlich aus: Das Bild-niß eines alten Mannes, ein Kniestück bey derAusstellung des I. VII. und bey derjenigen desI. IX. der Greis mit dem Blicke der Hoffnung überdas Grab hinaus, au dessen Schulter sich ein Jüng-ling lehnt (beyde von einer Größe, welche dieMiniaturmalerey sonst selten erreicht. Lands»Ann. l. 260. Da er überhaupt bey der Kaiser!.Familie sehr in Gunsten steht, so sind seine Bild-nisse von Bonapartc und den übrigen Personen desKaiser!. Hauses die ähnlichsten. Ein Hauptwerkvon ihm, das er gemeinschaftlich mit Dornet demjungern ausführte, ist eine weitschichrige Zeichnung,welche die große Parade im Hof der Thuilleriendarstellt, und worauf man mehr als 3 v. Personenzu Pferd erblickt, die alle nach dem Leben gemaltsind. Unser Künstler hatte dazu, nebst dem Wich-tigsten, den Köpfen, die architektonischen Bey-werke, Vernet die Pferde und alles klebrige ge-zeichnet. Bonaparte, als die Hauptfignr sollsprechend ähnlich seyn. Das nämliche, vielleichtin noch höherm Maaße, gilt von dessen Bildniß inganzer Statur, auf dem Platze vor Malmaison,von Godefroy und Lingee in punktirter Maniervortrestich gestochen, wofern man es noch in gutenDrücken finden kann, für 36 . Fr. was es itzt kostet,nicht zu theuer. Eine andre anziehende Zeichnungvon ihm wurde unter dem Namen: la Lsrqusü'Isabe^ in den Künstlersalons zu Paris mehrmalsöffentlich ausgestellt. Es ist eine reißende Land-schaft , worin man in einem Kahn, der auf einemFluß sanft hingleitet, auf der einen Seite untereinem Zelt die Gemahlin des Künstlers mit dreyKindern, auf der andern ihn selbst, rudernd, seinPortefeuille, u. s. f. neben ihm erblickt. Einenähere Beschreibung und Abbildung davon imUmrisse s. bey Landsn 1 . 229. Alle Zeichnun-

gen dieses Künstlers, meist mit schwarzer Kreideverfertigt, sind ungemein sauber ausgeführt, ohnegedeckt zu seyn. Eines seiner beßten mit Sepia(180^.) gemalten Bilder dann schildert ebenfallsden Kaiser, der die Manufaktur der GebrüderSevene zu Rouen besucht, wo ihm ein Greis vor-gestellt wurde, der seit 53 . Jahren dort gearbeitet,dessen Sohn damals bey der Armee diente. Jenemsetzte der Kaiser eine Pension aus, und einen Enlel

Isle.

desselben nahm er in das Prytaneum auf. Diesenletzten: Moment der Handlung wählte Isabey zuseiner Darstellung; und nicht nur den Kaiser unddessen Gemahlin, sondern auch 24. andre gegen-wärtige Personen, (Figuren von 18" Höhe) zeich-nete er darin meisterhaft nach dem Leben. Einzigvermißten Kenner daran mehrere Bestimmtheit inden Hintergründen (gue lss plan« öloi^neseusssnt plus cio solistite). Der Künstler erhieltdafür ein Kaisers Geschenk von 8000. Livr. SeineMiniaturbildnisse endlich sind, wie wir schon obenbemerkten, gewöhnlich größer, als dergleichen Ar-beiten sonst zu seyn pflegen, und erhalten, theilsdurch die große Wirkung, welche sie mit allerLeichtigkeit seines Pinsels thun, verbunden miteiner tadellosen Ausführung, theils durch ihre voll-kommene Aehnlichkeit, einen außerordentlichenWerth. Unter die größten derselben zahlt maneines von Constantin, und einem Greis mitgefaltete»Händen (wohl das schon vorhin angeführte Bildvon: I. VII.). In 1806. gab Isabey, gemein-schaftlich mit den Baumeistern Fontaine undpercier die Zeichnungen zudem Prachlwerke überdie Krönung. Fiorillo III 52122. Lands»'«Annal . I. c. und 1 . 190. II. 197. 198. VI. : 3 x.Xouv. des Arts I. 27. IV. 9s. 107.

Iselburg, (Bartholome). So heißt irgend-wo , ohne Weiteres, ein Kupferstecher, der umdie Mitte des XVII. Jahrhunderts zu Hamburg gearbeitet habe.

* (Peter). Derselbe arbeitete einigeZeit in den Niederlanden , länger aber zu Nürn­ berg , wo er (sagt Basan bXi. prem.) in :6^o.die Zeichenkunst lehrte, und (Ilcl. sec.) man höre! : 65 o. verstorben war. Zu seinen im Lex. be-merkten zwölf Aposteln nach Rubens (große Blätter)gehören noch: Christus und St. Paul. Von Histo-rischem kennt man von ihm, neben dem, z. B.zwey Blätter von: verlorenen Eohne, nach G.Wysr; dann einen Christus - und einen Madonnen-Kopf nach G. Gortius (1608.), die vier Evan-gelisten und St. Cäcilie, alle diese ohne Namen desMalers, letztres aus P. Overrads Verlage, undendlich eine Anzahl Bildnisse fürstlicher u. a. Per-sonen, nach F. ab Eifer, Gondclachs, und WyersZeichnung, von welchen das Späteste das Datumvon 1620. tragt.

Isenburg, (Carl, Fürst von), ein Kunst-diletlante, und selbst geübter Zeichner, der sich zuAnfang des laufenden Jahrhunderts namentlichauch mit der neuen Erfindung, auf Marmor Zeich-nungen zum Abdrucken zu verfertigen beschäftigt,und neben Andern« in dieser Manier das BildnißChristians von Mechel geliefert hatte.

Iseppi, (Joseph), ein geschickter Wasserbau-meister zu Venedig , der um 1780. nach Portugal verschrieben wurde.

* Isrdorus. So hieß der eine von den

Baumeistern dieses Namens, deren das LexikonErwähnung thut, welcher, nebst Ancheinius vonTralles zwischen 55 :07. die Wiederaufbauungder in erstgemcldtem Jahr abgebrannten Sophien-kirche zu Konstaminopel leitete, und mit Ebendem-selben noch verschiedene andre Bauten im Orientund Occidenr besorgte. äe 22,liste. lusü-

nisni I.. I. C. 2. und T. II E. 3 . Degerius sagtgar, der Kaiser habe 5 oo. Baumeister - (wir wolle»hoffen,Gesellen) dabey gebraucht. Der jüngere dann,ein Neffe des Obigen, geb. zu Konstantinopel , unddaher der Bizanriner genannt, baute, wie schondas Lex. besagt, mit Johann vsnMilerdieStadtZcnobia; und diese beyden, damals noch jungenLeute, erwarben sich dadurch einen solchen Ruf,daß sie unter die geschicktesten Künstler ihrer Zeitgezählt Wurden. A/rüHr L<l. tsr2.1. 106.

Iske, (Joh. Carl Garnier d'), Franz DesgotsTochterinann, ward Königlicher Baumeister undControlle»«: seiner Gebäude. Er legte die vortref-lichen Garten der Schlösser Bellevue und Champs,