Poussin.
poussin ( ). So nennt auch Bernouisti
(IIl. 2/jZ.) einen, vermuthlich französischen Bild,Hauer, der um 1770. Mitglied der Künstlerakade,mie zu St Petersburg war.
* poutre (JA.). Der Katalog von Brau,des nennt von ihm eine Madonna mit dem Kindeals ein schönes Schwarzkunsiblatt, ohne andernNamen, als den seinigen.
pourvelszoon (Claes, Claus). Soheißt im Winklerschen Katalog, ohne Weiteres,ein niederländischer Künstler, von welchem er ausI. van de Velde's Verlag eine mit der Fluchtnach Egypten staffirte Landschaft, ohne andernNamen als den seinigen, und mit seinem kec.bezeichnet, anführt.
Powell ( ). Und so bey Fiorillo V.
829. ein englischer Landschaftsmaler, dessen Ar,beiten um 1804. Ansichten aus der GrafschaftWales zum Gegenstand hatten.
powey ( ). Und so bey Ebendems. l. c.
38 o. ganz ohne Weiteres, ein mittelmäßiger eng,lischer Maler des XVlI. Jahrh.
p 0 yer oder P 0 yer ( ). Wir halten den
erstem Namen für den richtigen. Unter diesemerscheint derselbe schon um 177h. als Architektdes Marsialls des Herzogs von Chartres in derStraße St. Thomas zu Paris ; dann im Hlma-nsok cles 6 eaux-/ 4 rt 8 180a. in der Rubrik derdamals dort lebenden Baumeister, mit dem Titeleines ^rcblteete lles batimens civils, und wirddort von ihm, nebst den schon bemeldten Stallge,bänden Orleans , auch die Kirche St. Sauveur alsseine Baute angeführt. Späterhin trug er dennoch bestimmter» Namen eines Baumeisters desGesetzgebende» Corps, und gab in dieser Eigen,schaft schon im I. Vl. den Entwurf einer Tri-umphsäule von ungeheurer Dimmension, welcheauf Unterschrift zu Stand kommen sollte, und inLand 011's Annal. I. i 58 —61. beschrieben undabgebildet ist; eben so, wie gleichfalls daselbst(X. 59—62.) sein großer Plan eines neuen Ho,spitals, welches, anstatt des Hütel-Dieu zu Paris ,auf der Schwaneninsel in Circularform aufge-führt werden sollte (so wie man einst dem PabstGanganelli den Vorschlag machte, das Coliseumzu Rom in eine solche Stiftung zu verwandeln),aber freylich auch zwölf (2. l>. sZ.) Millionen Livr.gekostet hätte. Mehreres Interessantes hierübers. im Tüb. Lssiorgenbl. 1807. S. 92c». In »806.leitete er die Aufführung der Fa^ade des Pallastesvom Corps legislativ, und in i8»8. die Ausbes-serung des Donions von Vincennes — schrecklichenAndenkens. In 1809. concurrirte er um den Vor,schlag zu dem großen Obcliske, der auf Pont,neuf zu stehen kommen sollte, und in 181». leiteteer, bey der Kaiser!- Vermählung, die Verzierun,gen und Beleuchtungen am Gesetzgebungspallaste.Noch hegen wir indessen einigen Zweifel, ob dieletztgenannten Data von 1806. u. 1808. nicht einenSohn unsers Künstlers berühren möchten, welcheraber in dem ersterwähnten Almanach von 180Z.der doch offenbar den poyer von 1776. angeht,noch nicht erscheint.
Pozo (Joh. dell), Canonicus der Kathedralevon Cuenca , Stifter des dortigen Convents vonSt. Paul der Dominikaner , um die Mitte desX V. Jahrh, und Baumeister der berühmten Brücke,über den Fluß Hunker, welche sich jenem Conventgegenüber befindet, und mit so viel Verstand aus,geführt ist, als wenn sie ein Werk der Römerwäre. Sie soll 6Z,oon. Dukaten gekostet haben,eine für jeneZeit sehr berrächtlicheSumme. Milizi»(Lll. terr:. 1 . ,77.) giebt die Beschreibung davon.In der Kirche findet sich pozo's Denkmal mitseinem liegenden Bilde und einer Jnnschrjft, wel-che bloß seinen Namen enthält.
— — (Peter), Anverwandter des Obigen,ebenfalls Baumeister. Von ihm ist die ehemalige
Pozzi. "51
Jesuiterkirche, jetzt degli Espositi, nach einemrichtigen Geschmack, und mit einer guten Fa^ade;das Innere hingegen von allerley Ausschweifun-gen verdorben, welche ein schlechter Geschmack Ver-zierungen nennt. l. c.
pozo (Peter del). So heißt auch bey F,o,rillc» I V. 4c>5 ein spanischer Maler aus der zwey,ten Hälfte des XVUl. Jahrhunderts, aus Luccnagebürtig, der, nachdem sich der König der Zei,chenschule zu Sevilla angenommen, zum Direktorderselben ernannt wurde-
— — ( ) ein wahrscheinlich noch lebend«r
Sohn des obigen, der große Anlagen zur Male-rey hatte, und, nachdem er viele Reisen gemacht,sich endlich in Amerika niederließ, l. o.
* — — s. unten Pozzo.
Pozza od. pozzo (Jsabella del). So heißtin einer unserer Handschriften eine Bildnißmale,rin, welche um 1691. in München arbeitete, und,auf Bestellung des Kurfürstl. Hofes, mehrereBildnisse, wie z. B. dasjenige des damaligenKurprinzen, malte. Ohne Zweifel dieselbe, vonwelcher es bey Lanzi ll. 2. Z76. heißt: „IhrVaterland ist uns unbekannt Sie malte zu Tu rin 166V. bey St. Francesco eine Madonna mitSt. Biagius u. a. Heiligen; und damals gab esdort Wenige, die es besser als sie hätten machenkönnen".
pozzetri, ein Beyname des Baumeisters
1. Anron di Marchesi. S. oben den Art.desselben.
pozzi (Andreas). So heißt ein italienischerMaler neuester Zeit. wie wir glauben von gewis-sem Rufe. Derselbe lebte um 1810. zu Rom ,und führt von ihm der: tZlmsuacK aus Komturi8ro. 8. 270. einen Proserpinenraub und die ster,bende St. Cäcilia an-
— — (Franz), der im Lex. unter dem Art.des Rochus p. als Neffe desselben (s. K. dessenSohn) erscheint, Kupreratzer und Siecher, geb.zu Rom um i/ 5 o. und dort blühend um ,780.Nebst Coppa und Perini hat derselbe verschiedeneStatuen fur's Mus. Clementinum gestochen. Nebendem kennt man von ihm: Die Verklärung vonRaphael, nach P. P. Panzi's Zeichnung; dieNacht, die Aurora und den Mittag, nach Guer,cinv in der Villa Ludovisi «die Aurora von ihmzum erstenmal), und ein Bilduiß Pabst Pius VI. ohne Namen des Malers.
— — (Johann). So beißt irgendwo, ohneWeiteres, ein Dildschnitzler, der zu Rom in Elfen,dein gearbeitet hatte; nicht unwahrscheinlich derVater von Rochus.
— — (Joh Baptist), ein Maler, Ursprung,
lich von Mailand , blühcte um 1700. Da derselbewahrscheinlich in seinem Vaterland sein Glück nichtmachte, ging er nach Turin , wo er, so wie über-haupt in Piemont, viele Wände mit seiner Fres,coarbeir deckte; ein pfuschermäßiger Praktiker,der aber nichts destoweniger bisweilen Effekt machte.So z. B. bey Sr. Christoph zu Vercclli. Mit I.Carl Aliberri und Friedrich Bianchi gemein-schaftlich, wurde er, als Architekturmaler, in ver,schiedenen Kirchen zu Asii gebraucht. 1 l.
2. Z70.
* — — — — Auf einen zweyten diesesNamens weist das Lex. unter dem Art. von Joh.Baptist Pozzo. Allein wir können den Nachge,wiesencn nirgends finden, und dürfte derselbe keinAndrer, als der Vorstehende seyn.
*— — (Johann Peter). S. den Art. seinesVater Salvator.
— — (Joseph), ein römischer Maler, jünge-rer Bruder von Hrephau des Lex. st. jung 176b.Von ihm weiß Lanzi 1 . 54 «. nichts zu sagen,