88(0 80 271daß ſe laͤnger die Weine arbeiten; je ſtaͤrckerdieſelbe werden. Welches aber niewand dahindeuten muß, als ob ein Wein durch Kunſt zulangwieriger/ und dabey ſtarcker Gaͤhrunggebracht werden muͤſte: wann man nicht etwannſolche Dinge, die dem Liquori dergleichen ſal-tzicht⸗oͤelichte/ fluͤchtige, ſchaͤumicht⸗dunſti-ge Theilchen beybringen,() dazu thun, undalſo den dabey vorfallenden Verluſt einigerMaſſen wieder erſetzen koͤnnt
Sondern man muß es in ſeinem rechten/und der Erfahrung, gemaͤſſen Verſtandenehmen, nemlich, daß diejenige Weine, welchelangſamer/ und folglich langwieriger gaͤh-ren; geiſtreicher bleiben, indem ſie eine weni-gere Quantität ihrer allerzarteſten Theilchenverliehren.
Weil ich aber von den Materien, welchedurch ihren Zuſatz dergleichen Verluſt erſetzen,geredet habe; ſo ſetze ich noch hinzu, daß aller-
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C) Ich habe einen gewiſſen verſtaͤndigen Weinhaͤnd-ler gekannt/ der wenn er ein Stuͤck Faß Wen indie Arbeit bringen wolte/ eme Quantitat Heiner
Bxrermeſſeln ierhacken ließ/ folche mm das c
ſchuͤttete/ und alſo den verlangten Effe leichtli
erhiette. Und gewiß derjenige/ der dieſes zuerſt er-funden/ iſt kein einfaͤltiger Tropff geweſen. Es
auch allem Anſehen nach nicht von ohngefehr im Ge-brauch gekommen ſeyn/ daß einige Wem verſtaͤndigein den ledigen ſonſt aber rein gehaltenen Faͤffern eine
oder mehr Iuſcat. Nuͤſſe verbrennen laſen/ wennee ſolche wieder fuͤlen wollea.