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Schließlich sei mir als Sammler und Verfasser thurgauischerGeschichten vergönnt, auch verstorbener Freunde meiner Bestrebungendankend zu erwähnen. Voraus fühle ich mich dem Herrn Joseph vonLaßberg verpflichtet, dessen reiche Bibliothek und freundliche Belehrungvom Jahr 1819 an bis zu seiner Uebersiedlung nach Meersburg undauch später noch mir gewissermaßen die Universität ersetzten und auchdie persönliche Bekanntschaft mit Jakob Grimm, Ludwig Uhland ,Gustav Schwab, Wilhelm Wackernagel , Joseph Bergmann undandern Gelehrten vermittelten. Die Freundschaft I. K. Zellwegersin Trogen gestattete mir Einsicht in die von ihm angelegten archivali-schen Sammlungen und gewährte mir Aufschlüsse nicht nur über dieGeschichte von Appenzell , sondern über historische Vorgänge in dernordöstlichen Schweiz überhaupt. Kaum hat sich je ein Archivbeamterbereitwilliger bewiesen, verborgene Urkundenschätze aus Licht zu ziehen,als K. Wegelin, Stiftsarchivar in St. Gallen , der nie Anstandnahm, meinen Gesuchen um Mittheilung zu entsprechen. Der Kirchen-historiker Melchior Kirchhofer berichtete stets mit dem Ausdrucke desVergnügens, was ihm bei seinen Forschungen Bemerkenswerthes fürdie ältere Geschichte des Thurgaus in die Hände fiel. KirchenrathSal. Vögelin von Zürich , in Erinnerung an seine thurgauische Ab-stammung, steuerte in mehrjähriger freundschaftlicher Korrespondenz eineMenge Notizen bei. Durch den zürcherischen Staatsarchivar G. Meyervon Knonau, der mich s. Z. zur Abfassung des statistischen Gemäldesdes Thurgaus und zur Bearbeitung einer Periode der Eidg. Abschiedeveranlaßte, wurde ich auf manche von Historikern oft vernachlässigteGesichtspunkte geleitet und zu verschiedenen Quellenschriften geführt,durch die meine thurgauischen Studien wesentlichen Zuwachs empfingen.Wäre ich mit Professor Eut. Kopp in Luzern nicht erst in den späternJahren seines Wirkens in Verbindung gekommen, wie manchen Bei-trag zu unserer Thurgauer Geschichte hätte ich noch von diesem scharf-sinnigen Forscher erwarten dürfen! Auch so noch brachte mir jedeBegegnung mit ihm verdankenswerthen Gewinn. Endlich darf ich nicht