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Geschichte der alten Grafschaft Thurgau mit Inbegriff der Landschaften und Herrschaften Kyburg, Thurgau, Abtei und Stadt St. Gallen, Appenzell und Toggenburg von ihren ältesten Zeiten an bis zum Uebergang der Landeshoheit an die Eidgenossen
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In dieser Eigenschaft als Grafen bethätigten sich um 736 auf derMalstätte zu Glatt die Brüder Peto, Airicus, Bertericus und Pepv,741 und 744 zu Benken (am obern Zürichsee ) Pebo oder Bebo, 745zu Grafstal und Jllnau Chancoro oder Chancuro Namen, die dieserLandesgegend sonst fremd sind.

Noch waren die Begrenzungen und die Namen der Gaue unbestimmtund schwankend. In den Jahren 744 und 745 wird St. Gallen zumArbongau, das rechte Ufer des obern Zürichsees zum Thurgau und zurUmgrenzung (in sito) des Zürichgaues gerechnet. Im Jahr 754, unterGraf Wartn, wird dann Abt Otmar von St. Gallen sogar (als hättemau der ältern Beziehung auf den Arbongau geflissentlich ausweichenwollen) thurgauischer Abt genannt.

Alles dies deutet darauf hin, daß erst nach Vollendung des Streitesum die Herzogswürde und nach Beseitigung aller Erbansprüche derNachkommen des Herzogs Gottfrid und nach dem Tode Lantfrids II.die Gaugrafschaft Thurgau fest organifirt wurde, nämlich einen ständigenGrafen erhielt, der als Stellvertreter des Königs der Franken undseiner Hausobersten im engern Kreise des Gaues auch die Regierungs-angelegenheiten besorgte, die früher dem Herzog vorbehalten waren.

Der Stamm des Herzogs aber pflanzte sich fort in den SöhnenHuochings, Nebi und Berchtold. Berchtold war Graf der LandschaftBaar; Nebi's Sohn Rodbert erhielt die Grafschaften des Argengauesund des Linzgaues, und dessen Sohn Ulrich vereinigte damit auch dieGrafschaft Thurgau.

Drittes Kueö.

Von der Auslösung des Herzogthums Alamannienbis zur Ablösung des Zürichgaus.

1. Stiftung des Klosters Bt. Gallen (ca. 720).

In einer bereits erwähnten Schenkungsurkunde des Herzogs Gott-frid, im zwanzigsten Jahre der Regierung desselben, nennt sich alsSchreiber der Urkunde Leaktarius aosi voeatus abbas,gewissermaßen