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Luduald, Suzcin, Odpad , Efteg, Accon, Zilo, Ruodcoz. Diese Namen alle,und neben ihnen hundert andere, waren mit Ausnahme einiger biblischenNamen einheimisch, selbsterfnnden und sprachlich bedeutsam. Einige Namenscheinen wohl griechischer Herkunft, besonders Theoderich , Theodbert; siesind jedoch ebenfalls alamannischen oder fränkischen Ursprungs, um-gebildet aus Dietrich und Dietbert. Diet ist Deot; Deut heißt nämlichVolk, Dietrich oder Theoderich also Beherrscher zahlreicher Völker.
Noch zweihundert Jahre später trugen die persönlichen Eigennamendenselben Charakter. In einer 917 zu Cozzesouwa (Gottesaue) abge-faßten Urkunde erscheinen die Namen Pernolt, Amalung, Thiotpret,Puoto, Winerat, Adalram , Wito, Waldram, Wolshart, Perhcoz, Alb-coz, Uoto, Heilram, Hacco, Wolfram, Mustere, Jsanhart, Engelbert,Wetti, Williger, Kerwart, Jsanbret, Wolfdrie.
Mit solchen Personennamen wurden dann auch die Ortsnamengebildet, wie Erpfratinchova (Effretikon ), Makisinchova (Mesikon),Hunichinvilare (Hinwil ), Madelolteswilare (Madetswil), Chiperati-wilare (Gebertswil), Perolvinchova (Berlikon), Zibroneswanga (Ziber-wangen), Tuzzinwang (Tußnang), Aninaua (Henau ), Heidolviswilare(Heldswil) u. s. w. Diese Ortsnamen wurden dann aber im Laufeder Zeit bis zur Unkenntlichkeit verkürzt und abgeschliffen. Die ange-führten Beispiele zeigen auch, daß die Ortschaften gleichzeitig baldals Höfe, bald als Weiler bezeichnet sind, jedenfalls aber Vilareoder Wyl nicht auf klösterliche Abhängigkeit schließen läßt.
Zweites Muck».
Von der Errichtung des Bisthums Constanz bis zurAufhebung des Herzogthums Alamannien.
1. Uerlegung des Bisthums Windisch nach Constan;.
Wie die Anfänge des Bisthums Windisch sich im Dunkel ver-lieren, so haben wir auch über dessen Verschwinden nur die dürftigsteKunde. Beglaubigt ist ein Bischof Bubulcus, der im Jahre 490