Vorwort.
In den Jahren 1828 und 1830 erschien in zwei Bänden eineGeschichte des Thurgaus, die längst vergriffen ist. Seitdem hat derVerfasser jede Gelegenheit benützt, sein Werk zu ergänzen und besondersdie früher unzugänglichen Archive — Luzern, Zürich , St. Gallen rc. —auszubeuten. Reichliche Beiträge lieferten überdies die inzwischen er-schienenen Urkundensammlungen, Chroniken und andere Geschichtswerkevon allgemeinerem oder speziellerem Inhalt; vieles wurde durch freund-schaftliche Korrespondenz mit Gelehrten gewonnen. So erweiterte sichdas Buch bis zum doppelten Umfang, der abermals eine Theilung inzwei Bände erheischt.
Die benützten Quellen und Mittheilungen sind übrigens so zahl-reich und manigsaltig, daß die Angabe derselben bei jeder einzelnenStelle, die einen Nachweis erfordern möchte, das Werk über Gebührbelastet hätte; die Forscher bedürfen solcher Hinweise am wenigsten.Immerhin mögen da und dort die in der ersten Bearbeitung zitirten(älteren) Quellenschriften nachgeschlagen werden. Unter den seither er-schienenen bot für das frühere Mittelalter das Urkundenbuch der AbteiSt. Gallen die reichste Belehrung. Als Förderer meiner Arbeit nenneich mit Vergnügen die Herren Dr. Arnold Nüscheler-Usteri in Zürich ,Dr. Theodor von Liebenau in Luzern , Pfarrer G. H. Sulzberger inFelben, Verwaltungspräsident August Näf in St. Gallen, ProfessorJohannes Meyer in Frauenfeld, bisch. Archivar Zelt in Freiburg i. B.und Archivdirektor Roth von Schreckenstein in Karlsruhe .