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Pferd des Reiters der Last und Anstrengung erlegen; er aber tauchtein dem Schilfe des Sees unter, die Verfolger verloren seine Spurund die anbrechende Nacht begünstigte den Flüchtling, fein Obdach zuerreichen.
Die nächste Folge dieses Ereignisses war, daß die toggenburgifcheBesatzung die Kraftburg verließ und sie den Leuten des Abtes ein-räumte. Kraft soll in der Comturei Tobel seine Grabstätte gesundenhaben. Die letzte bekannte, von ihm gemeinsam mit Friedrich II. ausgestellte Urkunde, durch welche sie dem Kloster Rüti Staffelriedvergabten, ist vom 26. September 1254 datirt; am 25. November1255 gedachte die Gräfin Gertrud ihres Sohnes Kraft bereits alseines Toten. Das Unglück mochte ihn also im Sommer 1255 ereilthaben.
Aus der Urkunde von 1248 scheint hervorzugehen, daß er mitdem Edlen von Wartenberg verschwägert war. Da seiner Söhne Diet-helm VII., Kraft II. und Friedrich III. erst 1260 in einem die Familien-güter betreffenden Verkommnis gedacht wird, so müssen sie bei demTode ihres Vaters noch minderjährig gewesen sein.
1. Die MterM. Adel, Ritterschaft, Wappen und Turniere.
Im Anfange der Periode, die als Ritterzeit bezeichnet wird, liesdie Grenze des Thurgaus von der Einmündung der Töß in den Rhein längs dem linken Rheinufer hinauf an die Mauern der bischöflichenStadt Constanz und dem linken Bodenseeufer entlang bis an die zwischender Goldach und dem Rheinthal aufsteigende Wasserscheide der Schwarzen-egg; von dort schlängelte sie sich am Fuße des Säntis, über und zwischenden Vorbergen dieses Gebirgsstockes, hinüber nach Sidwald, wo sie überdie Thür auf die Laad am Fuße des Speer sich fortsetzte; dann zog siein nordwestlicher Richtung auf die Höhe des Schnebelhorns, von wo