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Geschichte der alten Grafschaft Thurgau mit Inbegriff der Landschaften und Herrschaften Kyburg, Thurgau, Abtei und Stadt St. Gallen, Appenzell und Toggenburg von ihren ältesten Zeiten an bis zum Uebergang der Landeshoheit an die Eidgenossen
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von Frau Thieterat durch ihren Vogt Rutbert gemachte Vergabung aller der-selben im Thurgau zu Trüllikon und Schlatt zugehörigen und von ihremEheherrn Danchrat erhaltenen Güter, mit Vorbehalt lebenslänglicher Nutz-nießung, unter Androhung einer Buße von 3 Unzen Gold und 6 PfundSilber gegen jeden, der diese Vergabung anfechte. Dieser Ansatz beweist, daßder Werth dieser Güter bedeutend war.

In demselben Jahr kaufte Amilger in Trüllikon von zwei BrüdernTanherat und Otacher zu Handen des Klosters Rheinau Güter, bei derenUeberlassung an das Kloster er die Bedingung stellte, daß sein Bruder Wichramsie lebenslänglich für eine Mahlzeit benutzen dürfe, die er alljährlich demConvente geben solle, und ebenfalls 876 übertrug Othram, als er sich aufeine weite Reise begab, seine in Wißwil und Erzingen gelegenen Erbgütermit der Beschränkung an das Kloster, daß, wenn er wieder heimkehre, erdieselben mit 4 Pfenningen, im entgegengesetzten Falle die Söhne Othardsinnerhalb 4 Jahren mit 4 Pfund an sich lösen mögen.

Nach dem Hinschiede Wolvens wurden die Erwerbungen des Klostersseltener. Es erhielt noch 888 von Udalger und seiner Gattin JmmaGüter zu Appillinhusen (Epelhausegr) und Zezinwilare (Ezwilen);892 von Guother ein Bauerngehöst zu Wunderkingen; jedoch 892von Graf Gozbert auch wieder die früher an ihn veräußerten Be-sitzungen zu Laufen, Morinwiler und Flurlingen , nebst andernzu Eglisau , Buetingen und Rinheim; endlich von Herluit einen Ackerzu Wiechs ; 912 durch Tausch von Pabo Güter zu Haseln und 963von Thueto einen Hof zu Trüllikon . Nun versiegte aber die Quelleder Vergabungen auf lange Zeit und hatten die Aebte von RheinauMühe genug, ihr Eigenthum gegen die Eingriffe ihrer Vögte und derBischöfe von Constanz zu behaupten.

6. Die Propstei Aadorf .

Schon im Jahr 775 wurden in Aadorf von Thiotfrid Güteran das Kloster St. Gallen übertragen; dabei ist der Alexanderkirchenoch nicht gedacht. Es darf also angenommen werden, daß erst nachdieser Zeit die Stiftung dieser Kirche und ihre Lösung aus dem Ver-bände mit der Kirche Elgg stattgefunden habe. Auch die unten zu er-wähnende Stiftung Erchimberts dürfte der durch Landolus gemachtenVergabung vorangegangen sein. . Das Jahr nämlich, in welchem derErzbischof Landolus von Treviso, Herr zu Windisch, dem KlosterSt. Gallen Güter zu Aadorf vergabte, ist von dem Chronikschreiber