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Vogtei Breiten au an St. Johann im Thurthale, jedoch mit Vor-behalt des Blutbannes.
Im Gegensatze zu Diethelm VI. war Kraft I-, der jetzt mitseinem Bruder Friedrich an der Spitze des Hauses stand, ein herrsch-süchtiger und gewaltthätiger Mann. Es war daher zu erwarten, daßer günstige Gelegenheit, die durch die Abtei St. Gallen erlittene Schmachzu rächen, nicht unbenutzt vorbeigehen lasse. Solche bot ihm ein zwischendem Abte Bertold und dem Bischof Eberhard ausgebrochener Zwist(1251). Statt die grausamen Scharen des Bischofs, die bis Herisau hinauf das Gebiet des Abtes verwüsteten, abzutreiben, wie es dieLehenpflicht gefordert hätte, sah er dem traurigen Kriegsspiele unthätigzu und soll die bischöflichen Krieger sogar begünstigt haben. Er wurdedaher derselben Schuld angeklagt, wie die Edlen von Grimmenstein und Mammertshosen. Allein den Grasen Kraft wie jene zu strafenwar mit größer» Schwierigkeiten verbunden. Abgesehen von desseneigenen Streitkrästen hatte um dieselbe Zeit Bischof Eberhard die BurgTannegg erbauen lassen, eine Feste, durch welche die Verbindung derAbtei St. Gallen mit ihren Besitzungen im Turbenthal und in derHerrschaft Grüningen sehr bedroht wurde, und Graf Kraft hatte esnicht nur geschehen lassen, sondern stand im Verdacht, dem Bischofdurch Ueberlassung in der Gegend gelegener Rechtsame zur Ausdehnungseines dortigen Gebietes (des „Tannegger Amtes") die Hand gebotenzu haben. Auf solche Weise mit dem Bischöfe befreundet und von demMurgthale her gegen feindliche Angriffe gedeckt, glaubte Graf Kraftden strafenden Maßnahmen des Abtes von St. Gallen ruhig entgegen-sehen zu dürfen. Allein so zu sagen im Herzen seines Gebietes wußteder Abt ihn doch zu erreichen.
Am Jberg, bei der Steig, welche aus dem Thurthal in denHummelwald hinauf und weiter nach Uznach hinüber führt, lag eineBurg, welche schon 1228 von Heinrich von Jberg, einem Dienstmanndes Hauses Toggenburg , bewohnt war. Hier hatte Kraft mit seinenBrüdern die Urkunde ausgestellt, in welcher sie dem Kloster St. Johanndas Gericht Breitenau vergabten. Vielleicht war der Ort, wie garviele andere Besitzungen der Herren von Toggenburg, ursprünglichesLehen von der Abtei. Diese Burg nun wurde von dem damaligenInhaber neu ausgerüstet und befestigt und, sowie der Bau vollendetwar, einer Kriegerschar des Abtes Bertold geöffnet und in dessen Namen
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