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Auf der linken Seite der Murg , unterhalb Münchwilen, liegen die HöfeHunzikon und Möriswangen. Ueber Hunzikon ist oben (S. 492) berichtet.Eine Urkunde des Klosters Tänikon vom Jahr 1266 führt neben andernEdelleuten den Johannes von Moriswanc, eine andere vom Jahr 1281 mitEberhard von Lommis den von Huncinkon als Zeugen auf. Daß sie ritter-lichen Standes gewesen seien und ihre besondern Burgsäße gehabt haben, istsehr zweifelhaft, dagegen anzunehmen, daß sie als Gemeinfreie oder freie Land-saßen auf eigenem Grund und Boden wohnten, ohne dem Ritterstande anzu-gehören.
Oberhalb Möriswangen, zwischen Oberhofen und Buch (im Tobel, beiFreudenberg), werden Reste eines Burgstals gesehen, der laut mündlicher SageHiltisberg geheißen haben soll. Schriftliche Nachrichten und Zeugnisse überdessen Zugehörigkeit fehlen; dagegen ist zu vermuthen, daß er mit dem HoseBuch in die Vogtei des Herrn von Landsberg gehörte.
Vielleicht war jener Hiltisberg der Heinrichsberg , von dem Rudolf vonHeinrichsberg sich benannte, der 1270 zu Wyl in einer Urkunde desTruchseßen Eberhard von Bichelsee nebst andern Rittern der Nachbarschaft,z. B. Walter von Landsberg und C. von Gloten, als Zeuge aufgeführt ist.
Am mittäglichen Fuße des Tutwiler Berges saß Konrad der Frie vonEschlikon, 1325 für Tänikon vor dem Gerichte der Herren Johannes undWalter von Landsberg Zeuge, nicht Burgherr, sondern freier Landsaße. Wohlwar ihm auch der Herr Hermann von Eschlikon verwandt, weiland Leutpriesterzu Elisowe (Elsowe), der dem Kloster Tänikon 1306 ein kostbares Buch schenkte,die lüstoria lomlbarckioa, die das Kloster nie oder nur in höchster Noth ver-kaufen und dann zuerst dem Ulrich von Velwen feilbieten sollte.
B. von Hugenberg ist 1288 mit andern Zeugen ritterlichen Standeszusammengestellt. Der Hof Huggenberg bei Aadorf war ohne Zweifel seinStammsitz. Auch er dürste ein freier Landsaße gewesen sein.
Daß bei dem Kirchdorfe Ellikon ein Burgsäß bestanden habe, ist einzigdurch den in der Dorfoffnung genannten Burgacker bezeugt. Herzog Rudolfvon Oesterreich verpfändete das Dorf Ellikon mit Leuten, Gütern und Ge-richten 1363 an Egli von Goldenberg, dessen Nachkommen sich anderthalbJahrhunderte lang im Besitze der Herrschaft erhielten, bis sie endlich an dieStadt Zürich gelangte.
Den Edelgeschlechtern des Thurgaus werden endlich auch die von Horgen-bach zugezählt; aber weder ein Burgstal derselben noch ein schriftliches Zeugnisgibt davon nähere Kunde.