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Im fünften Kriegsjahre, am 15. Juni 1355, führte auf Befehldes Herzogs Albrecht sein Hauptmann Albrecht von Buchheim 1500Ungarn herauf nach Winterthur , Regensberg , Baden u. s. w., umdurch diese raubsüchtigen Leute Zürich und seine Miteidgenossen zuzüchtigen. Diese Horden mißhandelten die Bauern, brandschatzten dieHerren, ernteten, raubten das Vieh von den Weiden und das Mehlaus der Mühle und vollendeten das Elend des schon seit fünf Jahrenunter der Last des Krieges schmachtenden Landes. Ganz Thurgan undAargau , die Unedlen und die Edlen, die Reichen und die Armen, jetzteinig in den Klagen über die Unerträglichkeit dieses Zustandes, beeiltensich, mit oder ohne den Herzog Frieden zu suchen, ehe sie ganz ver-tilgt würden. Aber völlige Waffenruhe erfolgte erst, als Herzog Albrechtdurch den Tod verhindert wurde, den Streit gegen die Eidgenossennochmals aufzunehmen.
Im Frühjahre 1356 bot der österreichische Landvogt Albrechtvon Buchheim der Stadt Zürich die Hand zum Frieden in der Weise,daß Zürich und Oesterreich sich gegenseitigen Schutz und Beistand zu-sicherten innerhalb eines Friedkreises, der vom Gotthard hinunter anden Lausanner See, von dort längs dem Jura auf die Vogesen ,über den Rhein nach Kenzingen , Rotwil, Pfullendors, Bregenz , aufden Arlberg und dann weiter über den Septimer bis wieder auf denGotthard sich erstreckte. Herzog Albrecht besiegelte diesen von Zürich angenommenen und auf fünf Jahre gestellten Vertrag. Es war indemselben der Orte Glarus und Zug keine Erwähnung gethan, undmißtrauisch nahm Schwyz diese beiden Orte neuerdings in Besitz;gleichwohl wurde auf Verwendung des Grafen Friedrich von Toggen-burg und des Freiherrn Peter von Thorberg einstweilen der Friedenicht gestört.
Ueber die Hauptleute und Rathgeber des Herzogs Albrecht im Kriegegegen die Eidgenossen und den Kostenaufwand dieses Krieges haben sich nursparsame Nachrichten erhalten. Einige derselben, die sich besonders auf den Aar gau und Thurgau beziehen, folgen hier. 1353, 12. April, verrechnet Burk-hard von Ellerbach, früher Marschall des Königs Karl, für die Zeit, da er Land-vogt und Pfleger im Aargau und Thurgau war, dem Herzog Albrecht 28,500Gulden nebst 375 Mark Silber Sold für 75 Helme und 45 Diener. —1354, 31. Oktober, stellt Herzog Albrecht dem Ritter Egbrecht von Golden-berg und dem Konrad von Wellenberg Bürgen für 19 Mann mit Helmenum 646 Gulden; ebenso dem Hermann von Landenberg, Pfleger des Herzogsim Aargau und Thurgau , um 3404 Gulden, die er dem Grafen Jmer von