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ihm eingeben konnte. In Gemeinschaft mit einigen Waffengenossenerschlug er den Gegner in seiner Wohnung während der Mahlzeit.Dann flohen die Mörder, über ihre That selbst erschrocken, in dieFreistätte des Klosters Reichenau zu Eberhard von Brandts. Es wirdnicht berichtet, daß das Verbrechen gerichtlich verfolgt oder durch Ver-zichtleistung auf Markdorf gesühnt worden sei; das Ausfallendste aberwar, daß ein Vetter des Abtes Eberhard, Heinrich von Brandts, alsNachfolger des unglücklichen Bischofs gewählt wurde, und dieser neueBischof die Mörder seines Vorgängers bei dem feierlichen Einzug inConstanz unter sein Begleit aufnahm und dadurch vor der Volksrachesicherte. Die Nachwelt wußte sich das nicht anders zu erklären, alsdaß der Abt Eberhard selbst am Tode des Bischofs mitschuldig ge-wesen sei.
Auch mit Bischof Heinrich führten die Bürger von Constanz unauf-hörliche Streitigkeiten; nicht nur warfen sie ihm die schändlichste Unzuchtvor; sie behaupteten auch, er habe den Walter von Klingen mit Wolframvon Brandts, Heinrich von Steinach und andern Rittern und Knechtennach Zürich gesandt, den Dompropst Felix, seinen Gegner, meuchlingsumzubringen; ein so niederträchtiger Anschlag gegen einen so gelehrtenund allgemein geachteten Mann sei eines Bischofs unwürdig; der Mordselbst laste aus ihm; wie möge er mit blutigen Händen noch Bischof sein?
Als der Kellner von Reichenau in der Hitze des Streites für seinenVetter, den Bischof, einem Fischer von Petershauseu die Augen ausstach,verbrannten dafür die Constanzer dem Kellner und den Freunden desBischofs, besonders Waltern von Klingen, mehrere Höfe. Rache dafürsuchten die Freunde des Bischofs zu nehmen, als 1368 in der Fast-nachtszeit zweiundzwanzig vornehme Constanzer, von einigen thurgau -ischen Edelleuten, Eberhard von Straß, zwei Herren von Spiegelberg,Hans Ulrich Hofmeister von Frauenfeld , Heinrich von Tettingen undandern begleitet, zu ritterlichen Uebungen nach Zürich reisten. DieHerren von Brandis, mit 26 Helmen, lauerten bei Bassersdorf auf dieReisenden und überfielen sie unversehens, wurden aber so übel empfangen,daß Wölfle von Brandis das Leben verlor und die übrigen ihr Heilin schneller Flucht suchten. Indem es endlich dem Bischof gelang, denStadtammann Ulrich von Roggwil gefangen zu nehmen, sahen sich dieBürger genöthigt, um das Leben des verdienten Mannes zu retten,einen Vergleich einzugehen. Allein sobald, nach Heinrichs Tode, Mangold