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Geist und Her; ausgezeichneten Rath der Treuen und diegerechte Sache für sich; wie konnte er an einem für ihn gün-stigen AuSgang der Fehde, welche ihn tief kränkte, zweifeln?
Nicht mit wenigen Schwierigkeiten mußten anfänglichseine Gegner in diesem Zwiste kämpfen. Außerdem, daß ihnenals Mißvergnügten mit ihrem durch alle Gauen der Schweizverehrten Obern ein ungünstiges Vorurtheil entgegen stand,wurden ihnen die Mittheilungen nach Außen bald sehr er-schwert. Nach der Klosterregel durften keine Briefe von Par-tikularen an Auswärtige abgehen, noch von diesen empfangenoder erbrochen werden, ohne vorherige Einsicht oder Wis-sen des Obern; nur wenige Angestellte waren im Besitze vonSiegeln, die sie aber nur für Geschäfte ihres AmteS brauchendurften. Die Unzufriedene» wandten allerlei Mittelchen an,um den Abten irre zu führen *); sie erschlichen also die Sie-gel der Angestellten, sandten ihre Briefschaften auf unge-wöhnlichen Wegen, durch Küchenjungen und anderes Kloster-gesinde, sogar durch Betschwestern, geheim auf das Postamtder Stadt St. Gallen, und schrieben wohl auch an Vertrautein Ziffern?).
Der Abt von Einsideln nahm ein Schreiben nicht an,weil ihm daS Konventsigill nicht aufgedrückt war.
Strenge untersagten auch die Ordensgcsetze geheimeZusammenkünfte und Besuche; allein die Mißvergnügten
1) Einer der Mißvergnügten schrieb an einen andern: „Wenn„Sie es für gut fänden, den Fürsten mit unsern Briefen irre zu„machen und etwas zu schreiben, was Sie wünschten, daß er„lesen würde, so machen Sie außen auf die Aufschrift des Briefs„dieses Zeichen auf dem obersten linken Eck: 8.r. . . . So einen„gezeichneten Brief würde ich nicht eröffnen, sondern in die Prob-„stei tragen lassen, damit er dem Fürsten zukäme."
2 ) Hier ein Müsterchen oder vielmehr den Schlüssel zur ge-führten Zifferschrift aus Originalpapieren:
„ 6 7 8 9 5 10 11 12 4 13 ist 15 16 3 17 18 19 2»„abcdefg hik lmnop q rs
» 21 2 22 23 24 1 25
„ t u v w x y z."