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teten, auf Bezahlung der von Konventualen herrührendenSchulden') u.s.w. verwendeten, höchst beträchtlichen Sum-mcn? Früher gestand man, daß auch KapitelSglicder dasSchuldenmachen sich hätten beigehen lassen^); jetzt will mansolches dem guten Beda allein aufbürden! — Warum sinddie großen Verluste, die dieser Fürstabt außer Landes erlitt ^),nicht bestimmt angegeben?
Die äußerst wohlthätigen Maßnahmen zur Zeit derThcurung von 1771 ^), die Anlegung von Brücken und Stra-ßcn^), die Sorge für Verbesserung des öffentlichen Unter-richts durch die Normalanftalt, und so viele andere ge-meinnützige Unternehmungen bilden einen scharf in dieAugen fallenden Kontrast mit dem Gemälde selbst, welchesihn zu einem unthätigen, sorglosen Regenten stempelt. Daßer während 29 Jahren nicht über 37stl fl. für Prozesse aus-gab, gereicht ihm gewiß mehr zur Ehre, als zum Nachtheile.Als Vater seines Völkgens hielt Beda alles auf dem Frie-den, brachte ihm Opfer und behauptete dadurch dem StifteDasein und Besitzungen, welche späterhin durch Unnachgie-bigkett und Streithändel höchst gefährdet, bald, da mansich einer neuen Gewalt trotzig entgegen stemmte, gänzlichzu Grunde giengen. Nur eine Handvoll Mißvergnügter,eben so unbekannt mit dem mächtigen Rufe der Zeit, alsdem wahren Interesse des Stiftes, gierig so weit, ihn unter
^ Diese betrugen schon im 1.1785 die Summe von68,ooofl.!In diese Rubrik gehören auch die ii,»oo fl., welche wegen gelei-steter Bürgschaft zum Behuf einer Fabrik in St. Georgen bezahltwerden mußten. S. SubPrior Joachims Aufsatz, betitelt:„Meine Zweifel", vom 15. Nov 1785.
D «guiilom ininimo ignorent, 8L otism in parke eulpse
e«8v.. Schreiben an Kardinal tt^oucempagni vom 25. März 1786.
Z. B. am Grafen von Wolfcgg 80,000 fl., am Baron vonLandscc 2.4,000 fl.
H Der Ankauf fremden Getreides kostete, sammt dem Trans-port , 200,000 fl.
Die Ausgaben für Brücken - und Straßenbau überstiegenobige Summe von 200,000 fl.