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7 . Die Herren Statthalter des Stiftes.
Unstreitig trugen die Herren Statthalter zur Zerrüt-tung der Finanzen des Stiftes viel bei ^). Diese geistlichenBeamtete«/ die als Konvcntualen nur nach ihren besondernInstruktionen und der obern Leitung Bedas sich hättenbenehmen und nichts von Bedeutung weder im Politischennoch im Oekonomischen auf eigene Faust hin wagen sollen,handelten nur zu oft nach Willkühr. ES würde zu weit füh-re«/ ihre Mißgriffe in der'Administration hier vorzulegen;also nur etwas davon.
Der eine führte zwecklose, kostspielige Gebäude auf undbisweilen an einer Stelle, wo ste niedergerissen und auf einNeueS errichtet wurden; eine alte Burg erhielt neue Formenund ein Stall er» Schankhaus ^). Ein anderer vertrieb ausAnmaßung und Eigensinn reiche Handelsleute aus dem Landeund versetzte dadurch sowohl der öffentlichen Kasse, als demErwerb deö gemeinen Mannes einen bösen Streich ^). Ein drit-ter und vierter machten bedeutende Schulden ^). Ucberhauptgenommen waren diese Statthalter erbärmliche Oekonomen;konnte man aber auch, um aufrichtig zu reden, von ihnenerwarten, daß sie gebildete, einsichtsvolle HauS- und Land-
1 ) Die Einkünfte der Statthaltereien in runden Zahlen waren
so berechnet :
St. Gallen,.fl. 4 o,ooo.
Wyl,.. 30 / 000 .
Roschach,.. ,, 16,000.
Neu St. Johann, .. „ 15.000.
Ebringen, ... i5,ooo.
Dazu kam noch das sogenannte Kelleramt mit „ 10,000.
D 8- B. P. Beat Schumacher.
3 ) P. Honor at Peyer, der das Handelshaus AlbertiS vonRoschach wegzuziehen bewog, wohin es spiiter von Arbon wiederzurückkehrte.
H P. Augustin Schill, P. Desiderius Brentano,der die Schulden des PrioratS von Neu St. Johann mit 32 ,ooo fl.vermehrte; P. Joachim Endras trug auch sein Scherflein dazubei; sogar Dekan C. Schieß machte Schulden.