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„ Gerechtigkeit beruhiget haben. — DaS Volk hat sich an den„gehaltenen Gemeinden geäußert. ES verlangt nicht den„Umsturz der NegierungSform (!) — ja als ein Religion-„ und Ehrliebendeö Volk verabscheuet es im Ganzen, was wider„Gesetze und Ordnung ist; es klagt nur über Becinträchti-„gungen seiner Rechte, beschwert sich über noch nicht ver-»tragene Punkte und über nach Willkühr abänderlicke Gesetze!„dringt nur auf Herstellung ewiger Ruhe und Ordnung, auf„feierliche Bestimmung seiner Pflichten und Rechte, und„das alles nach gesetzlicher Form — gütlich oder rechtlich.«
„ Doch wie konnte uns dieser Ausdruck bei DurchlcsungHöchstdero so huldvollen Versicherungen annoch entfallen?" —
Die Ausschüsse hatten kein so leichtes Tagewerk auf sichgenommen, die Wünsche und Beschwerden dcö Volkes —oder vielmehr der Männer einer freiheitöluftigen Partei —in ein Ganzes zu ordnen und einer, ihren Ansichten ent-sprechenden Verfassung die Bahn zu brechen.
16. Die ein und sechzig Klag- und Bittpunkte.
ES wäre ««nöthig, hier das merkwürdige Aktenstück der61 Klag - und Bittpunkte seinem ganzen Inhalte nach zu lie-fern, da eö durch den Druck in Jedermanns Hände gekommenist. Wir beschränken unS daher auf den Hauptinhalt undbeleuchten denselben mit einigen kurzen Bemerkungen.
1) Der Fall. Das Stift war in Bezug desselben, imGanzen genommen, sehr gemäßigt und nachsichtig, und dochglaubte man hie und da Beschwerden dagegen führen zudürfen. ES wurde also um Milderung und LoSkäuflichkeitdieser Feudallast angesucht.
2) Die Faftnachthenne war eine jährliche, ebenfallsunablösltche Abgabe. Man klagte über den seit einiger Zeiterhöhten Preis derselben und verlangte, daß sie loSkäuflichwürde.
3) Die Kopulationsscheine. Vor der ehelichen Ein-segnung mußte Jeder einen Revers aus der fürstl. Kanzlei