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Partei sah die Beschwerden der Landschaft für treulose Machi-nationen/ für strafwürdige Verbrechen und dreiste Ausgebur-ten der Freimaurerei und deö JakobinismuS der Ausschüssean; fie wollte sogar Beweise von Verbindung der Letzter»nicht nur mit den Insurgenten am Lemaner- und Zürichersee,sondern selbst mit dem Revolutionskomitöe in PariS in denHänden haben, u. dgl. m. Dann sprach ste wieder von Ver-pflichtungen gegen den heil. Stuhl, gegen den Kaiser undLaS Deutsche Reich; von Gefahr der katholischen Religionund Einfluß der Protestanten; von Verletzung der geistlichenImmunität u. s. w., wenn den Wünschen des Volkes entspro-chen würde; nur von kraftvollem Festhalten der bisherigenFormen und thätigem Zusammenwirken von Seite deö Fürstenund Kapitels schien ihr das Heil des Stiftes abzuhängen.
Ihre Anflehten und Gründe hatten aber auch viel Wah-res. Natürlich, daß die Verhandlungen einen langsamen Gangnahmen, welchen zu beschleunigen mehrere Rücksichten keines-wegs riechen. Wäre eS dem Stifte gelungen, Mißtrauengegen die Ausschüsse dem Volke einzuflößen und eine Tren-nung zu bewirken, so würde die Partei der Jüngern imKapitel siegreich aus dem Kampfe getreten sein. Aber die Aus-schüsse witterten deren Plan und wußten solchen zu vereiteln.
18. Die Kapitelskommissarien.
Bald drangen die Führer des Volkes sehr lebhaft inBeda, um den Entscheid über die eingelegten Beschwerden
boten, als eine Sacke, von der Alle mehr oder weniger Kenntnißhaben konnten.
Ganz anders verhielt es sich, wenn der Gegenstand der Vera-'thung eine den Meisten unbekannte Sache, z. B. die Militürka-pitulation mit Spanien und Sardinien, ein Lehen u. dgl. m.betraf: wer hätte hierüber aus dem Brevier, aus einem Aszetenoder Kasuisten mit Würde und Anstand sprechen können? —
Wahr ists, daß das Volk das Ultimatum des Kapitels verwor-fen hat, aber unrichtig, daß die bald darauf erfolgte „Wyle-rischeAbhandlung" vonSeite desHerrnMagnus und AmbrosiuS„mit den Ausschüssen das ganze Spiel verdorben habe." Tagb.G. Br. 1792. S. 279.
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