lies Volkes gemacht? Freilich zeigt uns die Geschichte Für-sten/ welche nachtheilige Eindrücke ihrer Völker gegen siedurch eine weise und wohlthätige Regierung glücklich aus-zulöschen wußten; aber diese waren dann von großherzigenRücksichten geleitet; — Vater des Volkes zu sei»/ war ihrhohes Ziel/ dem sie mit Enthusiasmus alle Opfer brachten/welche sie darzubringen nur immer vermögend waren; derSegen der Völker ruht darum auf ihrer Asche und die schönsteDevise auf ihren Ruhm tragen die LandeSkinder in dieHerzen der spätesten Nachkömmlinge hinüber.
Hat es Pankrazen an dieser Geistesgröße oder an derWärme des Herzens gefehlt/ um das schwere Problem zulösen: wie er den Haß des Volkes gegen sich in Liebe ver-wandeln könnte? Vermuthlich glaubte er/ nichts zu Gunstender Landschaft thun zu dürfen/ was dem Ansehen oder Inte-resse deS Stiftes einigen Nachtheil bringen könnte.
32. Abt Pankrazens Regierungsantritt; Finanzope-rationen.
Wir sind nun mit dem Geschäftskreise eines FürstabteSvon St. Gallen/ mit der Lage und den Verhältnissen/ indenen sich diese Abtei befand/ als sie zum letzten Male wiederbesetzt wurde/ mit dem Charakter und den Talenten des Man-nes/ der sie erhielt/ und mit dem was man vorläufig vonihm hoffte und fürchtete/ genugsam bekannt; es ist daherZeit / Pankrazen als Fürftabt wirklich handeln zu sehen,und so den Faden der St. Gallischen Geschichte weiter zuverfolgen.
Einige hielten dafür/ Pankraz*habe die Rolle schonlange durchgedacht/ die er als Abt spielen wollte. Sein erstesBenehmen gab zuverläßige Winke von dem System / das ergewählt zu haben schien; denn schon am Z. Juni/ da ernoch nicht volle 48 Stunden Fürstabt war/ entsetzte er zweiKapitularen ihrer Aemter/ und erregte so den Unwillen selbsi
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