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Seiten her Winke/ Pankrazcn ja nicht znm Fürsten zu wäh-le«/ wenn ihnen das Wohl des Stiftes und Landes theuerund wichtig sei. Sogar unter der niedern VolkSklassc hießes: „nur diesen nicht."
Man denke sich nun die große Sensation / die dessen Erhe-bung hervorbringen mußte. Bei der feierlichen Proklamationdes Neugewählten in der Stiftskirche las man Betroffenheitauf allen Gesichtern; das Volk senkte seine Blicke und mansah endlich starr/ ohne ein Wort zu äußern/ einander an.
Die dumpfe Stille/ die nun im Lande herrschte/ giengaber bald in lautes Mißvergnügen über; keine sonst bei Abts-wahlen gewöhnliche Freudenfeste fanden statt; man seufzteund fluchte vielmehr/ und es schien/ als wenn Jedermann zumVoraus eine Ahnung der Fehde gehabt hätte/ die Pankrazmit der Landschaft/ als Seitenstück jener frühern mitBeda/ bestehen würde ^).
Die Währung der Gemüther stieg nun alle Tage. Eszirkulirren zweideutige Gerüchte über seine Geburt und selbstüber seine Wahl/ gehäßige Anekdoten über seine Verhältnissemit seinem Vorführer/ und man wollte schon Beweise seinerfeindseligen Absichten in Betreff des gütlichen Vertrages wahr-genommen haben; so wie alle seine Aeußerungen und Schrittemit Argusaugen belauscht wurden/ so nahm der Brennstoffder Abneigung immer mehr z»/ bis er sich in einer ExplosionLuft machte ^).
Wann hat je ein Regent/ schon vor Ergreifung desStaätSruderS von öffentlichem Hasse verfolgt/ das Glück sei-
*) Man erinnerte sich lebhaft der Worte Bedas über Pan-rra zen/ als jener einst befragt wurde - von wem er wohl glaube,daß erffcin Nachfolger werden würde ? „Hm, hm! antwortete Beda,„wer anders, als Pankraz; aber er ist ein Streiterlein/ ein Strci-„ terlein!" (d. i. er liebt Prozesse.)
D Die Abneigung Vieler gegen ihn, durch falsche Anschuldi-
„gungen Uebelwollender gesteigert, erregte einen so großen Haß des
„Volkes wider ihn, daß es ohne Aerger seinen Namen nicht hören„mochte." Tageb. P. G. Br. I. Th. S. 2Z6.