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Geschichte des ehemaligen Stiftes und der Landschaft St. Gallen unter den zween letzten Fürstäbten von St. Gallen, besonders während den Jahren der helvetischen Revolution bis zur Aufhebung des Stiftes / von Franz Weidmann, gewesenem Mitglied des aufgehobenen Stiftes St. Gallen und vormaligem Bibliothekar an der kathol. Kantonal-Bibliothek in St. Gallen
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obschwcbenden streitigen Punkte zwischen Lem Stifte undeinigen Ortschaften des Landes zu erleichtern/ mußten solchenur noch mehr erschweren. Der Fürstabt sah sich also in dietraurige Nothwendigkeit versetzt/ daö eidgenössische Rechtanzurufen H. Seinen Sachwaltern gegenüber erschienen dieAbgeordneten von 12 Gemeinden auf dem Tage zu Frauen-feld; er selbst leitete von Wyl auö den Gang deS Prozesses/der für ihn eine günstige Wendung nahm. Denn nicht nurmußte daS LandeSsigill abgegeben werde«/ sondern wurdenauch alle öffentliche und geheime Versammlungen aufs strengsteuntersagt / die zweideutigen Stellen deS gütlichen Vertrageszum Vortheile deS StiftcS erläutert/ manche Beschwerdenund Forderungen abgewiesen und die Gemeinden zur Bezah-lung der Prozeßkosten/ 16/281 st. 56 kr./ verurtheilt. Siebender thätigsten Ausschüsse sollten an dieser Summe 3000 st. inSolidum abführen 2). Abt Pankrazens Freude über diesenSieg vergällte die ihm von den Schirdrichtern der IV Kan-tone vorgeschlagene oder vielmehr abgedrungene Amnestie fürdie Ruhestörer und die Uebernahme der Hälfte der Taggel-der ^). Um dem Volke einen Beweis seiner landesväterlichenGesinnungen und Versöhnung zu geben"/ ließ er sich bei-des gefallen. Und doch war im Grunde damit Nichts ge-than/ denn diese erzwungene Nachgiebigkeit zeugte offenbar

S. Fraucnfeldcr Spruchbrief vom I. 1797/ in St. Gallengedruckt. 4°. S. 36.

Die Regierung von Zürich erließ nun im Namen der IVSchirmorte einen Zuruf anS St. Gallische Volk und mahnte zurRuhe. 8. März 1797.

3) Spruch der Abgesandten der IV Schirmorte/ vom 12 . April1797.Alle knirschten/ als sie diese gar schändliche Feigheit derRichter vernahmen: zur Uebernahme eines Theiles der Unkosten/weil es anders nicht sein konnte / stimmten sie bei. Von der Am- nestie/ die / einmal ertheilet/ alle unsere Kraft zu regieren auf«reiben würde/ wollten sie nicht einmal etwas hören. Allein/ waswir damals mit dem offenbarsten Rechte verweigerten / das dranguns bald die Unbild der Zeit ab.« Tageb. P. G. Br- I. Th.S. 260.