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St. Gall. Tagebuch. Die Katholiken hatten im Wyler-amte die Freiheitsbäume niedergehauen, und sieh! die neueRegierung sandte 200 Kantons--Eliten nach den Gemeinden,wo der schreckliche Frevel begangen worden, und selbst diefränkischen Truppen rückten näher heran. Solche ernstlicheDemonstrationen und die Drohungen des Anführers der letz-ter», jeden Ort, wo ein Freiheitsbaum verletzt würde, mitFeuer und Schwert zu vertilgen, machten nicht geringenEindruck und verhinderten thörichte Unternehmungen dieserArt, so lange die gefürchmen Franken im Lande waren
18. Der Fürstabt von St. Gallen in Wien; sein Pro-klam von daher; Bilderstürmerei in St. Gallen.
Während in ganz Helvetica eine neue Ordnung derDinge vorgicng, war Fürstabt Pankraz bei dem k. k. Hof-lager zu Wien eingetroffen. Er hatte sehr ftaatSklug be-rechnet, daß das österreichische Kabinet die Eroberung derSchweiz durch Frankreich, dessen mächtigen Einfluß auf dieneue helvetische Regierung und die Gefahr, die nun derProvinz Vorarlberg drohe, nicht gleichgültig ansehen könne.Außerdem war es kein Geheimniß, daß der deutsche Kaiserden Kampf mit der großen Republik erneuern wollte. Nurder Mangel eigener Hilfsmittel zu einem neuen Kriege ver-zögerten ihn; jetzt aber sollten englische Subsidien jene ersetzen.
Schultheiß Steiger von Bern und der Abt vonSt. Gallen bauten hierauf ihre Hoffnungen. Bei der kriegeri-schen Stimmung des Wienerhofes mußten diese zwei Fremd-linge von so energischem Charakter um so mehr willkommensein, da es dessen Interesse erforderte, in der Schweiz einestarke Opposition gegen Frankreich zu bilden und nach er-zweckren Gährungen selbst Truppen zu werben, die vereint
Die Goßauer hatten am 29 . April (1798) die GemeindenZuzweil und Zuberwangen besetzt; ob^ um selbe gegen dieWyler zu schützen, oder zur Annahme der Konstitution zu zwin-gen, ist unbekannt, visr. ösngsll.