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dcnden zusammengebracht. Die Gemeinde Wittenb ach trug,auf Antrieb ihres vortrefflichen Pfarrers I. A. Blattmann,auch ihr Scherflcin mit Z 5 fl., nebst einigen Säcken Haferund Kleidungsstücken bei.
Unterm i. Hornung 1800 eröffnete auch die Verwal-tungskammer in einem Zirkular an die Unterstatthalter ihrenWunsch über die Errichtung einer Hülfögesellschaft imKanton SäntiS, daß nämlich in jedem Bezirke, in jeder an-sehnlichen Gemeinde stch Männer hervorthun möchten, die, ver-eint mit einem Zentralkomite am Hauptorte, auf Unterstützungder Armuth hinwirken möchten; sie verhieß zugleich, alle vonder Regierung zur Erleichterung der unter den Kriegsdrang-salen leidenden Einwohner bestimmten Gelder zur Verfügungdieser Gesellschaft zu stellen, auch in Verbindung mit demMinister des Innern jede Gelegenheit zu benutzen, um dieWünsche und den Zweck dieser Gesellschaft kräftig zu befördern.
Allein nur am Hauptorte bildete stch ein Verein vonMenschenfreunden, welcher mehrern Hunderten der Unglück-lichen theils Speise, Kleidung und Arbeit, theils Versor-gung, Arzneien u. dgl. verschaffte. Wie mancher hoffnungs-volle Knabe, wie manches Mädchen wurde durch die hoch-herzigen Männer dieser Anstalt — der Pfütze deS Lasters,dem müßigen Bettel entzogen! Auch in andern Gemeindengeschah etwas zur Unterstützung der Hülfsbedürftigen, abernicht in dem Umfang und Geiste, wie zu St. Gallen.
Erst im Mai sandte die französische Regierung — durchihre ungerechten Kriege die Haupturhcberin aller dieserUebel — 20,000 Zentner Waizen, jeden zu 19 LivreSs Sous, nach der Schweiz; 4000 wurden dem Kanton Sän-tis überlassen.
66. Einsetzung eines Erziehungsrathes für denKanton Säntis.
Unstreitig hatte die helvetische Konstitution manchenKeim des Guten in stch, der, gehörig entwickelt, auf Beför-derung von physischer und moralischer Kultur den wohlthu-