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i, Daß die Stellvertreter deS Volkes und die vollziehende„ Gewalt sich mit den Quellen des Elendes und der Unzu-friedenheit des Volkes bekannt machen/ durch mäßige/„weise und mit Gerechtigkeit gestempelte Gesetze das Wohl„ desselben gründen und befestigen möchten."
Zu gleicher Zeit erhielt der Kanton SäntiS eine ganzneue VerwaltungSkammer unter dem Vorsitze I. I. Meß-mers von Rheineck. Der bisherige Präsident derselben/Joh. Knnzlei)/ wurde Luden Senat der helvetischen Re-publik gewählt. Die damals obschwebende Streitfrage: obfür die Schweiz das EinhcitS - oder das Bundessystcm bessertauge/ beschäftigte im Kanton SäntiS nur die Angestelltenund müßige Köpfe; das Volk hingegen seufzte allgemeinnach Verminderung der Abgaben / der Befreiung von fremdenTruppen/ nach dem Frieden und einer glücklichern Verfassung.
65. Armen an st alten im Kanton SäntiS.
Die Armuth und das Elend der Bewohner vom KantonSäntiS war in mchrern Distrikten durch überhäufte Einquar-tirungen und starke Requisitionen schon im Spätjahre von1799 auf den höchsten Grad gestiegen. „Ich kenne«/ schriebder Nnterstatthalter Ri ermann an die StadtgemeindeSt. Gallen/ „ganze Gemeinden und Dörfer im Rheinthal/„die nicht für zwei Tage ohne Unterstützung Anderer zu„leben haben/ denen nicht so viel bleibt/ um sich/ ihre„Weiber und Kinder zu decken- in harter Winterkälte zu„wärmen/ oder sich anders als auf den harten/ unbestrohten„Boden zu legen" u. s. w.
Dieses wahre und schreckliche Gemälde machte auf dieohnehin zur Wohlthätigkeit geneigten Bürger von St. Gal-len den glücklichsten Eindruck. In kurzer Zeit war die Summevon 1266 st. io kr. an baarem Gelde / und Lebensrnittelund Kleider von nicht geringerm Werthe für die Nothlei-
-) Er trat bald in den Privatstand und zu seinem frühern Be-rufe eines Boten (von Hcrisau nach Goßau) zurück.