183
zugesichert wurde. Aber schon lag von ihm eine gedruckte,>l auskündungsfertige und vom gleichen Monat September aust * dem Schlosse Ebringen datirte Proklamation bei seinen Ver-trauten in Bereitschaft, durch welche die Angehörigen derr i alten Landschaft, Toggenburg, Rheinthal und Thurgau auf-n gemahnt und mit auswärtiger Gewalt bedroh! wurden, umsich wieder in die alte Unterwürfigkeit zu begeben. Doch ge-^ ^ traute sich Niemand, auf den Landögemeinden einen öffent-lichen Vorschlag zu Gunsten Pankrazens anzubringen, und^ in einer Versammlung der neuen Behörden der alten Land-l, schaft ward sogar der Antrag gemacht, dem Stifte die kaum
i, ,, vor einigen Tagen zugestandene freie Verwaltung seines Eigen-e- thumS wieder zu entziehen.
j. Eben erwähnte Proklamation hatte noch deßwegen einigeH Wichtigkeit, weil der Fürstabt mit fremder Gewalt darinn drohte, da er doch vor Kurzem seine gänzliche Wiedereinsetzungn i von den Kantonen wieder verlangt hatte. Mußte dieß nicht
erbittern?
m -
79. Auflösung der Tagsatzung zu Schwyz und derLnterims-Negterungen; die helvetischen Behör-^ den treten wieder an ihre Stelle.
>d ,
j. Während man noch in dem nordöstlichen Helvetien die
te Feier der wieder erstandenen Demokratien begieng und Ab-
„ geordnete nach dem eidgenössischen Tage zu Schwyz sandte,
.§ hatte die Ankunft des Generals Napp, Adjutanten des Ober-es ^ konsulS Bon aparte, schon den 4. Oktober dem großen poli-
^ ^ tischen Drama in der Schweiz eine ganz unerwartete Wendung
ch gegeben.
Rapp kündete den Tagherren zu Schwyz den gebieteri-^ scheu Befehl seines Konsuls zum schleunigen Auseinandergehen,
oder im Weigerungsfälle 4o,ooo fränkische Krieger an. WaSa- war zu thun? Man wich der Gewalt mit der Erklärung voll
^ Würde: „ daß Niemand daran denke, mit der Macht des ersten
-.KonsulS zu ringen, daß aber ihn zu bewegen noch Waffen