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80. Die helvetische Konsulta in PariS; der Abt vonSt. Gallen hat auch einen Agenten daselbst.
Die Berufung einer helvet. Konsulta nach Paris machtein der Schweiz eine sehr verschiedenartige Sensation. Tiefgebeugt über die Zerrüttung deS Vaterlandes/ sahen ächtePatrioten mit Schmerz das Heiligste einer freien Nation —das Recht/ sich selbst eine Verfassung zu geben — in denHänden einer fremden Macht; die Freunde der helvetischenRegierung hofften / die Aristokraten sürchteten/ und die Ur-kantone waren in bangen Sorgen.
Nur mit zu großer Gutmüthigkeit sich auf den Buchstabendes 11. Artikels des Lüneviller-Friedens verlassend/ konntensich letztere anfänglich kaum entschließen/ einen Abgeordnetenan den Hof der Tuilerien zu senden/ während jene alles auf-boten/ den Gang der Verhandlungen daselbst nach ihren Ab-sichten zu leiten.
Unter den Deputieren vom Kanton SäntiS bemerken wirden ehemaligen Finanzminister Custer von Rheineck undden Doktor Blum von Nosch'ach/ ehedeffen Mitglied deShelvetischen KlubbS zu Paris; der Obereinnehmer Zuberbefand sich im Namen einiger Privaten daselbst; Zellwegervon Trogen und Herrsche von Appenzell waren erst aufder Reise dahin/ als die Konsulta schon ihr Ende erreichthatte.
Einige wollten es auffallend finden/ daß auch der Abtvon St. Gallen einen eigenen Bevollmächtigten zu PariS unter-hielt. Allein wer die Thätigkeit PankrazenS kannte/wußte sich diese Erscheinung gut zu erklären/ ja sogar siebestimmt vorauszusagen / obgleich sie dem Ansehen nach mitdem von ihm bisher befolgten politischen Systeme zu kontrafti-ren schien. Und dieses Mal wäre er gewiß zum Ziele gelangt/wenn es ihm einzig nur um die Wiedereinsetzung in sein Stiftund dessen Eigenthum zu thun gewesen wäre. Schon früherhatten ihm redlich gesinnte Freunde gerathen/ FrankreichsHülfe anzurufen; allein bet seinem rastlosen Streben nach