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Nuntius aufmerksam machte, — reichliche Spenden anGeld ')? Er entschuldigte sich zwar deßhalb mit dem Mangelklingender Baarschaft; allein vermuthlich hatte er in Zürich,Basel oder anderswo Kredit gefunden; aber Abscheu vorSchulden und Liebe zur Sparsamkeit bildeten einen Hauptzugin feinem Charakter.
99. Des FürAabteS Pankraz fromme Stiftungenund Tod.
Der Fürstabt Pankraz hatte sich nach dem Beschlusse derTagfatzung von 1817 in Rücksicht der Hauptsache — der Wieder-herstellung des Stiftes St. Gallen — zur Ruhe begeben; aberbald machte er wieder neues Aufsehen in Betreff seines Iahr-gchalteS von booofi. Der Wienerkongreß hatte ihm dessen Bezugvom i. Jenncr isiL an festgesetzt; allein da er einige Jahreihn nicht erhob und gänzlich davon schwieg, so glaubte man,er habe gemäß seiner Protestation gegen die Verfügungenbenannten Kongresses darauf verzichtet. Nun trat er aber imJahr ists mit einer Forderung von 33,ooo st. auf und be-stimmte diese Summe zur Stiftung von ewigen Jahrzeitenfür die Ruhe der verstorbenen Aebte, Kapitularcn, Brüder,Stifter und Gutthätcr des Gotteshauses St. Gallen. DieseJahrzeiten sollten an 8 katholischen Hauptorten der Schweiz,Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug, Luzern, Freiburg und zuSitten in Wallis gehalten werden. Die Erklärung des AbteSüber die Verfügung obiger Summe war: er erkenne bloß dieVerordnung des Wicnerkongresses in Hinsicht der Bezahlungder Gelder und des Rechtes, darüber frei zu walten, an. ESentstand darüber ein lebhafter Briefwechsel zwischen dem Vor-orte der Schweiz, der Regierung von St. Gallen und demAbte, welchem man endlich nachgab -).
Unterm l. Juni 1821 bestimmte er in seinem Testamente
') „Den Wage» zu schmieren." Brief des AbteS Pankraz vomi.Juni 18:1.
-) Siehe „ LebenSgeschichtc Pankraz VorsterS, FürstabtS zuSt. Gallen", wo diese Sache u. a. m. weitläufiger behandelt wird-