302
in Schwyz gedulden wollen und damit umgehen, sich die Güterdes Klosters von den Franken zueignen zu lassen.
Wenn also Einstedeln wieder müßte hergestellt werden,so ist unumgänglich nothwendig, daß wir von der tyranni-schen Advokatie derer von Schwyz müssen befreiet und widerihre Nachstellungen müssen geschützt werden. Ohne dieses mußdas so berühmte Heiligthmn und dieses einst so ansehnlicheStift des Erzhauses Oesterreich, wo so viele seinerberühmten Ahnen im Rufe der Heiligkeit glänzten, wo soviele seiner Ahnen und Vertheidiger ruhen, nothwendig zuGrunde gehen: die oft wiederholten feierlichen Verheißungenso vieler Kaiser, die unsern Fürsten ertheilten ReichS-Negalien,und die damit verbundenen SchutzeSzusicherungen nothwendigvereitelt werden. —
Ein leichtes Mittel wäre gut, wenn eS bald angewendetwürde. Die Franken verlassen bald daö verstörte Einstedelnund machen wenig Ansprüche an selbes. Einstedeln ist eineStiftung und ein von den Urbesttzungen des Erz HausesOesterreich gekauftes Land, so daß man uns versicherte,Se. Majestät der Kaiser habe sich vor Jahren geäußert,— wenn Einstedeln den Religiösen nicht mehr zugehörte, sowäre eö Eigenthum des Erzhauseö Oesterreich.Wenn nun der Hof von Wien eine Aufforderung andie von Schwyz machen, die Bullen der übertragenenAdvokatie zurück fordern, und die Rechte sammt den Güterndes Stiftes alS Eigenthum anverlangen würde unter Drohung;so würden die Franken lachen und kein Mensch dörfte sich
regen.-Das Volk von Einstedeln ist sehr gut, und
wenn eS einen sichern Rücken hat, voll Muth. Man dörftealso nur Einstedeln sechs Kanonen alö ein Opfer, undda die Einwohner entwaffnet sind, Waffen verehren, mitDank würden sie bezahlt werden.
Vier tausend Tyroler, wenn sie dieses Opfer mithöchster Erlaubniß nach Einstedeln bringen börsten, würdengerne eine Wallfahrt dahin anstellen, und so in diesen Ber-gen in der Schweiz auf jeden Fall hin den kaiserlichenTruppen einen sichern Ort vorbereiten.
da
Ak
gu
<d
bli
mi
we
kÜ!
sch
87
sch
rus
setz
ttr
G,
er
th
sai
O
sp
er,
wt