auf die Abschaffung der während der geistlichen Anarchie inder Schweiz eingeschlichenen Unordnungen, so unS dieStrafe Gottes zugezogen, mit Ernste und gottseligem Eiferdenke.
Wo Sie mich brauchen können, koste es Blut undLeben, gebe» Sie mir nur einen Wink, Fingerzeig u.s. w.
35. Auszug aus einem andern Briefe Ebendessel-ben an den Nämlichen / vom 22 . Juni 1798.
Da unS Alles geraubt, wir Alle verfolgt, Alles ver-> stört ist, sehen Sie von selbst ein, daß wir weder Lust noch, Hoffnung auf Einsiedeln mehr haben können. Würden wirauch alles dieses nicht achten, so sind die Neformirten in! der Schweiz, vor allen aber unsere ehemaligen Schutzherrcn,die von Schwyz, unsere unversöhnliche Feinde. Schon vonder Zeit, da der Kaiser SigiSmund die Schutzherrlichkeitüber Einsiedeln an die von Schwyz übertragen, waren sieohne Unterlaß die Ursache unserer größten Drangsalen. Vondem Jahre 176Z bis 1767 wußten wir beinahe keinen Augen-i blick, wenn sie daS Kloster heimlich überfallen, die Religiösenmißhandeln und alles in Brand stecken würden. Erst am ver-^ wichenen 1 . Mai war ich Ohrenzeuge in dem gewalthabendenKriegSrathc, wie man sich entschlossen hatte, Einsiedeln seinemSchicksale zu überlassen, aus Verursache, weil daS Klosterin den Gebirgen weiterö zu nichts diene, als für stooo Fran-
kcn zu einer Berg fest» ng.-Wirklich arbeiten die
Schwyzer selbsten an der Zerstörung deö Gotteshauses. Janoch mehr: da noch drei von unsern Pfarrherrn pflichtmäßigsich in Einsiedeln verborgen aufhielten, um dem Volke bei-zustehen, schickten die von Schwyz, sowohl die Regierung alSder bischöfliche Kommissär Steckbriefe an die Kuria von Kon-stanz und von Chur, sie erdichteten Briefe von unS, die siedem Schauenburg wiesen, und nicht nachgaben, bis allemit Gewalt weggetrieben, die Kapelle und daS Kloster zer-stört wurden, wie eS aus ihren eigenen Briefen, die hiehcrauf Feldkirch geschickt wurden, erhellet. AuS solchen Briefenweißt man, daß die von Schwyz keine Ordenögeistliche mehr