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Se. Majestät der Kaiser werde eS nicht gleichgültig an-sehen, wenn Einsiedeln, das ein kaiserliches Lehenist, wider den Willen des Kaisers seinen alten Eid gegen denRcichsfürsten von Einsiedet», der sich, um seine Rechte zu be-haupten an die höchste Behörde gewendet, und von da auö alleZnsicherung des Schutzes erhalten hat, breche und einen neuenEid auf eine fremde Sache ablege. Dieses möchte üble Folgenseiner Zeit nach sich ziehen; hingegen wenn sie ihren Pflichtengetreu blieben, dürften sie auf geziemende Anforderung hinauch höher» Schutz hoffen.
Dieser Brief macht für unsere Sache so viel, alseine Anzahl Truppen. So einen Brief, aber mit einem großenj Sigill, muß ich nothwendig und schleunig haben. Diesen Brief,der viel Figur macht, aber in sich ein bloßer Rapport ist,darf ja das Kreisamt ertheilen. Setzen Sie alle Trieb-! federn in Bewegung, daß ich schleunigst so einen Brief er-halte, ich beschwöre Sie recht, sonst bleibt alles unglücklichhangen.-Um mich wegen meinem Verlangen ver-
antwortlich zu machen, schicken Sie meinen Brief nur nachWien; wenn ich nur morgens einen Brief vom Kreiöamterhalte, u. s. w.
(Ueber dieses Schreiben drückt sich der Verfasser deSSt. Gallischen Tagebuches so auS: „Natürlich konnte„ich von allem Verlangten nichts thun, als den Brief an„E. H. Gn. einsenden. — Schwärmerische Streiche sind nicht„Herrn von Vikari" (des Landvogtes zu Bregenz), „und auch„nicht meine Sache; ich werde diesem Herrn schon noch! Notiz von dieser Sache geben.")
! 42 . Brief von Roverea an N. N., vom in. Au-
gUftMVNat 1798.
! Es war mir sehr leid, mein Herr, daß ich das Vergnügennicht haben konnte, Sie in Neu-Ravensburg zu sehen.Heute habe ich wieder Ursachen genug Ihnen zu danken fürdie mir mitgetheilten Nachrichten. Haben Sie wieder was, Neues, so lassen Sie's mich wissen, ich bitte darum.
In Graubündten gehen unsere Sachen so gut al§
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