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alten Ordnung der Dinge nach Erfordernis unseres Kirchen«systems gütigst zu belassen; auch uns mit einem Eide zu ver-schonen/ den wir ohne gerechtes Besorgniß / unserer Religionund Gewissen zuwider zu Handel«/ nicht leisten könnten.
Wir sind bereit dem Vaterlande nach unserm Berufezu dienen; bereit der Sache der Freiheit und Gleichheit- diesich aber über Neligionsgegenftände nicht ausdehnen darf/ undalso mit Vorbehalt unserer heiligen Religion/ deS Gehorsams/den wir dem heiligen Stuhl und unserm hohen Ordinariusschuldig sind- und unserer geistlichen Verrichtungen/ anzuhan-gen, und dann Anarchie und Zügellosigkeit von ganzer Seelezu hassen.
Nachmalen, Bürger Direktoren! nehmen Sie diese unsereVorstellungen für das an- was sie sind; — als einen Beweisunserer Hochachtung gegen Sie und unsers Zutrauens gegenIhre kluge und gerechte Denkungsart/ aber auch als einenBeweis, daß, wenn wir den Werth freier Bürger fühlen,wir noch weit mehr von Religion, Gewissen und Pflichtdurchdrungen sind, daß es Fälle gebe, in welchen maueher Gott, als den Menschen gehorchen müsse re.
Beherzigen Sie unsere Vorstellungen und denken Sieauch jenes hinzu, was wir noch sagen könnten, ohne eS zusagen; Beherzigen Sie die Anheile der Spaltung, die sichdaraus ergeben würden, wenn von uns ein Eid sollte gefo-dert werden, den wir nicht schwören könnten, und dahernicht wollten; beherzigen Sie aber auch, daß, wofern sieunsrer gerechten Bitte entsprechen, Sie sich dadurch Achtungund Ruhm bei dem Auslande, bei dem katholischen VolkeZutrauen, so wie auch unsere Erkenntlichkeit in vollstemMaaße erwerben würden. — Noch mehr, sie werden dadurchdaS Wohl deö Staates fest und dauerhaft gründen, — dennnur alsdann ist ein Staat wahrhaft glücklich, wenn diegeistliche und weltliche Macht sich gegenseitig ehren, Religionhandhaben und vereint am Glücke der Völker arbeiten. —Gruß und Hochachtung.