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sehr hart fallen, dasjenige zu ändern, was der Fürst selbstdurch seine Unterschrift bekräftiget hat " u. s. w.
G..
Weingarten, 8. März ->798.
,, Um für die Erhaltung des mir anvertrauten Stiftesdas Möglichste zu thun, habe ich mich entschlossen, nachErdaurung aller Umstände und eingesehener Nothwendigkeit diebeschwerliche Reise nach Wien zu unternehmen; noch in diesem
Monat werde ich mit Gottes Hilfe alldort eintreffen.-
Meine Resignation belangend, wird die Zeit und der Gangder Geschäfte zeigen, ob sie erfolgen soll oder nicht; ichwerde auch da das Beste des Stiftes in Betrachtung ziehen.Sollte ich mit Tod abgehen, sollen h'umoraim keine
Kosten gemacht werden " u. s. w.
v.
Lienz, 27. März t798.
»Gestern, den 26. Kusu», trafen wir H glücklich hier ,ein; Alles blieb bis jetzt gesund, obschon wir sehr schlim-meS und kaltes Wetter hatten. Uebermorgcns sollten wirmit Gottes Hilfe in Wien anlangen, wo, wie ich hoffe,wir so gute Geschäfte, als eS in gegenwärtigen Umständenmöglich sein wird, machen werden. Der hier von unsermAgent in Wien empfangene Brief giebt mir Anlaß, allesGute zu erwarten; wenigstens wird in Wien meine Reisedahin sehr gut, zweckmäßig und meinen Absichten nützlichangesehen; auch dem Hofe scheint selbe nicht unangenehmzu sein, da wir ohne Hinderniß von hier aus die Reisefortsetzen können, da hingegen andere Fremde und mit diesenauch zwei aus der Stadt St. Gallen, nämlich JunkerScherrer und Hr. Petersen zurückbleiben müssen, bisvon Wien die Erlaubniß ankommen wird, weiterS reisen zudürfen. Der hiesige Regierungspräsident muß also von Wienaus die Anweisung erhalten haben, mich nicht aufzuhalten"u. s. w.
') Abt Pankraz hatte zwei Reisegefährten, den P. ZnnozenzVernarb und den Hrn. Sekretär von Müller, einen Elsaßcr,bei sich.