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Treppenwitz der Weltgeschichte / von W.L. Hertslet
Entstehung
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19
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Einleitung.

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erklären sollen, sind sämtlich unhistorisch. Desgleichen ist esunrichtig, daß Altona so genannt worden, weil es „all zunah" an Hamburg erbaut worden.

Über die Entstehung des Namen der Stadt Oschatz z. B.erzählt die Sage: Kaiser Otto der Große, auf einer Reise mitseiner Gemahlin Editha, Tochter Eduards von England be-griffen, als man die Stadt erbaute, habe beschlossen, das ersteWort, welches über die Lippen seiner Gemahlin kommen werde,solle des Ortes Name werden.

„Da neigte sich lächelnd die KaiserinZum trauten Gemahl liebkosend hin,

Und verlegen, solch großes Werk zu vollbringen,

Sie, die nur geübt in häuslichen DingenEutgegnel: ,,„O Schatz, ach wie"" —

„„Wohl,"" rief nun der Kaiser mit fröhlichem Sinn,

Und deutete lächelnd aufs Städtlein hin,

„„Oschatz sei dein Name für künftige Zeiten.""

(Segnitz, Sagen des Sächsischen Volkes II. S. 39.)

Die Stadt, sowie ihr Name sind jedoch sorbischen Ursprungs,dieser kann somit aus deutschen Worten gar nicht erklärt wer-den. Ist dieser Erklärungsversuch wenigstens ein anmutiger,so ist es andererseits seltsam, wie leicht sich oft dies unvertilg-bare Verlangen nach Worterklärungen abspeisen läßt; derHunger ist auch hier der beste Koch. Konitz (in Westpreußen)war 1137 von den Wenden erbaut worden. Der Name be-deutet Roffau. Die einwandernden Deutschen aber erzähltensich später, die Erbauer der Stadt hätten an deren Ort eineKuh mit einem Kalbe in einem Nest gefunden. Die Stadtführt auch einen Kuhkopf im Wappen.

Das „Mirakel von Loosduinen", eine Meile vonHaag, daß eine Gräfin Margaret« von Henneberg,1270 oder 1276 durch Gottes Gnade gleich hintereinanderglücklich von 365 Kindlein entbunden, die vom Bischof Guidogetauft wurden, — die Knäblein sämtlich Hänschen, dieMägdlein aber Lieschen, — deren Seelchen sämtlich bei Gottfind, deren Körperchen aber doo saxo roguissount", undbereu Taufbecken man in Loosduinen noch vorzeigt

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