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Einleitung.
„ist aus einem faule» Witz hervorgegangen. Die hohe Dame wurde nämlichinnerhalb der gastlichen Mauern des Klosters am vorletzten Tage des Jahres vonZwillingen entbunden und ein Witzbold notiert das so, daß die gnädige Frau sovielKinder bekommen, wie Tage im Jahre." (von der Linde; Gutenberg ; Stuttgart 1»?8,S. ZS 0 .)
Dergleichen Geschichten nun, wie die betreffs der StadtOschatz, von denen man mit Hülfe eines etymologischen Wörter-buchs leichterweise Hunderte zusammenstellen könnte, bleibenoft als hübsche und sinnreiche Märchen stehen, wenn ihr In-halt märchenartig ist; sobald dieser jedoch ein an sich möglicheroder wohl gar wahrscheinlicher wird, schleichen sie sich baldin ganz ernste und mit bestem Willen gearbeitete Chronikenund Geschichtsbücher ein, wo sie sich dann, eben weil ihnenhäufig etwas Greifbares zu Grunde liegt, mit der größtenZähigkeit erhalten.
Sehr merkwürdig sind diejenigen Erzählungen, welche aufSitten, Gewohnheiten und allerhand Arten von Aberglauben(englisch: Licht zu werfen versuchen, welche sich aus
überwundenen oder ganz verschwundenen Kulturepochen in einespätere hinübergerettet haben und unverständlich geworden sind,die sogenannten Überlebsel (s^mva?«); schon bei den Griechenund Römern treten uns dergleichen Auslegungen entgegen.Plutarch in seinen Aufsätzen; „Fragen über griechische Ge-bräuche" und „Fragen über römische Gebräuche" quält sichmit der Deutung einer ganzen Anzahl derselben ab. Wirwerden deren im Texte des Buches mehreren begegnen. Einsehr Helles Licht auf diese Fragen wirft Bachofen in seinemWerke: „Das Mutterrecht"; Stuttgart 1861. Nach ihm istder uns einigermaßen bekannten Kulturepoche, in welcher derMann das Haupt der menschlichen Gesellschaft ist, eine anderevorangegangen, in welcher das Weib diese Stelle einnahm,wohin jetzt Nord-Amerika wieder zurückneigt; vergl. im Re-gister: Decemvirn. — Daher die Sage von Amazonen u. dergl.— Daher vielleicht auch die betonende Vorschrift der Bibel(Genesis 3, 16), „er soll Dein Herr sein" und die