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Einleitung.
war, Weiber darstellen sollten, denen man irgend einer Unthatwegen die Hände abgehackt hatte.
„Doch, was sie da sagen, sind meines Erachtens lauter Possen; hier habe ich esja selbst gesehn, daß sie durch die Zeit ihre Hände verloren haben, dieman noch zu meiner Zeit bei ihren Füßen liegen sieht."
Über Milon aus Kroton (ca. 520 v. Chr.), den Olympia-sieger, berichtet Pausanias (Buch VI, Kap. 14) unter andernAnekdoten folgendes:
„Er stemmte ferner, wie erzählt wird, den Teil des rechten Armes von derSchulter bis zum Ellenbogen in die Seite ein, streckte dann den andern Teil vomEllenbogen an, so aus, daß die Finger senkrecht standen, indem er den Daumen auf-wärts bog und die übrigen Finger der Reihe nach zusammenhielt: und nun würdeihm keiner, auch mit aller ttewatt, den kleinsten Finger wieder verrückt haben."
Dieses Heldenstück verdankt jedoch seine Entstehung wahr-scheinlich dem Anblick einer plumpen Statue des Olympioniken;der Bericht über sein Lebensende, er hätte einen durch ein-geschlagene Keile auseinandergetriebenen Baumstamm ganz aus-einanderreißen wollen, die Keile wären dabei herausgeglittenund seine Hände von dem zusammenschnellenden Stamme fest-gehalten und er dann von wilden Tieren zerrissen worden(etwa ebenso auch bei Strabon, Buch 6 u. ^.ulus Ovllius, Xoctss^.ttioas XV, Kap. 16), hat vielleicht einen ganz ähnlichenUrsprung.
Am Hause Wallstraße 25 in Berlin befindet sich einsogenanntes Wahrzeichen, welches auch bei neueren Umbauten(1880/81 u. 1893) wieder eingefügt worden, den Simsondarstellend, wie er nach dem Buch der Richter (16, 3) denFlügel des Thores der Stadt Gasa fortträgt. Das Volkerzählt sich aber, die Figur bedeute einen Mann, dessen kleinerSohn ein Lotterielos an eine Thür geklebt hatte und dann,nachdem der Hauptgewinn darauf gefallen und der Vateres nicht wieder losmachen konnte, mit samt der Thüre zumLotterie-Comptoir gegangen, um seinen Gewinn daselbst zuerheben.
Wie das Allegorische oft plumper Weise wörtlich genom-men wird, kann man an den häufig in Bibeln vorkommenden