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Einleitung.
in der Hand ein flammendes Herz empor, als Zeichen treuerLiebe für den Auserwählten. Das Volk aber hat aus dembrennenden Herzen eine Apfelsine gemacht und erzählt,daß die unglückliche Braut mit einer solchen von einem Lieb-haber, den sie verschmäht hatte, vergiftet worden sei.
Hoch oben am Berge Ararat findet sich ein hervorragenderFelsen, welcher eine gewisse Ähnlichkeit mit einem versteinertenSchiff haben soll, woher nach einigen der Bericht stammt, NoahsArche wäre auf ihm gelandet. (Vergl. Franz Heger; „von Wiennach Taschkent" in der Wiener Zeitung vom 10. Jan. 1895.)
Daß es solcher Geschichten so viele giebt, erklärt sich leicht,wenn man bedenkt, daß sich grade auf solche Statuen,Bilder u. s. w. die Fragen eines Kindes beziehen werden,dessen Aufmerksamkeit und Gedächtnis erwacht sind, bei demaber von Urteil und Kritik noch keine Rede sein kann, wasdann oft genug auch bei demjenigen der Fall ist, den es fragt.Die Antwort wird demgemäß ausfallen, aber im Gedächtnisdes Kindes als unumstößliche, vielleicht selbst als „ehrwürdige"Wahrheit haften bleiben; daher die peinliche Empfindungvieler, wenn an solchen Erzählungen gerüttelt wird, die dochaber nicht veranlassen kann, etwas, das unrichtig ist, nicht alssolches zu bezeichnen; die „Geschichte" soll verzeichnen, was„geschehen" ist und nicht, was nicht geschehen ist.
Vermittelst der wörtlichen Auffassung des alle-gorisch Gemeinten sind auch die verschiedensten Anekdoten,Legenden und Sagen entstanden. Der Name Christophz. B., welcher ursprünglich bildlich genommen wurde (Christo-phorus, der den Christus trägt), ward dann Anlaß zu derLegende, daß ein aä dos geschaffener heiliger Christoph denHeiland über einen Fluß getragen hätte und dabei beinahevon der Last erdrückt worden wäre, mit noch andern Einzel-heiten, welche teils bekannt sind, teils hier zu weit führenwürden. (IwZonäa anroa; oap. 100); im Jahre 250 sollder heilige Christoph den Märtyrertod erlitten haben.