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Treppenwitz der Weltgeschichte / von W.L. Hertslet
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Die Assyrer, die Ägypter, die Perser.

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Tier) —, nach andern von einer Hirtin, welche Hündin hieß.Ktesias weiß von alle dem nichts; aber auch sein Bericht isteine Novelle, in welcher ein Bettelknabe König wird, eigentlichein Märchenthema.

Allbekannt ist die Erzählung vom Besuche des Solonbeim König Kroisos von Lydien (Herodot I. 29—33), wiedieser vergebens von jenem zu hören versucht, daß er, wegenseiner Reichtümer, der glücklichste Mensch sei, so daß wir hierdie Einzelheiten wohl nicht aufzuführen brauchen. Wegenihrer Entsagung predigenden Moral ist die Geschichte häufigin Schullesebücher aufgenommen und dadurch sehr populär,das „Usino ants rnortsrn bsatns" sogar ein geflügeltes Wortgeworden. Der ganze Besuch ist jedoch wegen chronologischerSchwierigkeiten unwahrscheinlich. Herodot (I. 30) verwechselt,wie schon die Alten merkten, die sonst in solchen Sachen nichtpeinlich waren, die frühere 10 jährige Reise Salons mit einerspäteren.

„Wen die Volkssage lieb hat, den schickt sie gern auf Reisen. Der kleinste, un-icheinbarstc Anlast muß ihr dabei als Rechtfertigung genügen. Sie liebt es, ver-mittelst dieser Form das Ferne und Fremde, was ihr Interesse erregt, sich in demSpiegel einer vertrauten Persönlichkeit reflektieren zu lassen und es dadurch sich selbstnäher zu bringen; es reizt sie, auf diese Weise bedeutende Persönlichkeiten aus weitentlegenen Kreisen mit einander in Berührung zu setzen und sie gleichsam an einanderZu messen." (Erdmannsd örfer: Zeitalter der Novelle in Hellas; S. 81 .)

Plutarch freilich (Solon oap. 27), dem die Geschichte ge-fiel, hält sie aufrecht; da jedoch er sowohl als Herodot ganzbestimmt die Zusammenkunft an diejenige Reise knüpft, welcheSolon nach seiner Ordnung der athenischen Verfassungszu-stände unternommen hat, da Kroisos im Knabenalter stand,so ist die Erzählung nicht zu halten.

„Schon in alten Zeiten hat man die Begegnung zwischen Solon und Kroisos inÄweisel gezogen, und wenn Plutarch dagegen geltend macht, daß die Erzählung dochtzar zu sehr dem Charakter der beiden Männer entspreche, so verkennt er, daßdiese innere, poetische Wahrheit, welche uns die Erzählung so teuerMacht, die historische Wirklichkeit des Vorgangs gerade am meistenverdächtigt." (Curtius, Griechische Geschichte, 1888, Band I. S. 817 .)

Fällt der Besuch, so fällt mit ihm natürlich auch diefernere Erzählung, daß Kroisos auf dem Scheiterhaufen den

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