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Treppenwitz der Weltgeschichte / von W.L. Hertslet
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67
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Die Griechen.

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Touristenführern. Den Zusammenhang der Sage mit demBilde hat zuerst Pros. Bursian, Artikel: Griechische Kunst inErsch und Grubers Encyklopädie, Band 82, S. 417 erkannt(Vergl. Kinkel, Mosaik zur Kunstgeschichte, Berlin 1876).

Zwei Jahre später ist die Stadt Sybaris in Unter-Italien(508 v. Chr.) von den Krotoniaten zerstört worden; früherals gut für sie war, hatten sich ihre Einwohner von kriegerischenÜbungen ab- und einer verfeinerten Lebensweise zugewendet;über diese ihre Verweichlichung ist stark gefabelt worden, aberwit vielem Humor. Einer von ihnen hätte sich ein Bett vonRosenblättern machen lassen und beim Erwachen geklagt, daßes zu hart gewesen und er sich Blasen aufgedrückt habe. Siehätten alle lärmenden Handwerke vor die Thore verbannt undkeine Hähne in der Stadt geduldet, um nicht im süßen Morgen-schlummer gestört zu werden. Lancelotti:

«EM Venedig 1677; 66 bemerkt

dazu, sie müßten sich also wohl alle mit einem Male aus'-hren Betten erhoben haben, denn sonst hätte ja einer denandern gestört! Ihre Pferde waren abgerichtet nach derMusik zu tanzen. Die Krotoniaten wußten dies und ließenbaher in einer den Sybariten gelieferten Schlacht Tanzmusikspielen, worauf deren Pferde alle zu tanzen angefangen hättenUnd den Sybariten die Schlacht verloren gegangen sei, wieAristoteles berichtet. Wie hübsch! und doch wie dumm!Übrigens erzählt Charon von Lampsakos, ein Logograph, dieselbebeschichte von den Kardiern; auch die Chinesen haben sie.^s ist also wohl auch eine Wanderanekdote. Der Treppen-witz der Geschichte hat bei ihr etwas an sich Mögliches zumdrolligen Zerrbild zugespitzt.

Daß Dareios, der Perserkönig, nachdem er die Verbrennung^r Stadt Sardes durch die Jonier und Athener erfahren,einem Diener befohlen habe, ihm jeden Morgen, so oft er ansüe Mahlzeit gehe, dreimal zuzurufen: „Herr, gedenke derAthener" (Herodot V. 106 u. VI. 94) ist offenbar anek-