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Die Griechen.
dotenartig. Die Anekdote, auf welche nach Wecklein „über dieTradition der Perserkriege (Sitzungsberichte der philosophisch-philologischen und historischen Klasse der Akademie zu München1876) der Dichter Aischylos anspielt durch die Worte desBoten, Perser 285: <zosi-,
hat nach ihm ihren historischen Hintergrund an der Sitte,welche Plutarch erwähnt, daß ein Kammerdiener die Aufgabehatte, täglich den König mit den Worten zu wecken: „Steheauf, o König und bedenke die Dinge, welche Ahuramazda vondir bedacht haben will."
Als Dareios Herolde nach Griechenland gesandt, um vonden einzelnen Städten und Staaten Erde und Wasser alsZeichen der Huldigung zu verlangen, sollen die Spartanersie in einen Brunnen und die Athener in ihr Barathron(den Mordgraben) geworfen haben mit dem Höhne, sie möchtensich dort Erde und Wasser holen. Herodot erzählt dies jedochnicht, wo es hingehört, (6,49) sondern erst 7,133, „offenbarauf Grund des Geschicks der Söhne des Sperthias unddes Bulis, das sich im Sommer 430 vor seinen Augen voll-zog." (Sie waren auf einer Gesandtschaftsreise von Spartanach Persien von den Thrakern aufgegriffen, nach Athen ab-geführt und dort hingerichtet worden.) Die Spartaner habensich wohl diese Verletzung des anerkannten Völkerrechts zuSchulden kommen lassen, denn sie sandten etwa 482 eben denSperthias und den Bulis an Lerxes als Sühnopfer für diegemordeten Gesandten seines Vaters, worauf der „Barbar"jedoch beide unversehrt entließ, „weil er nicht handeln wollte,wie die Spartaner". Die entsprechende Unthat der Athenerscheint nur als Seitenstück erfunden zu sein. — Daß fernerauf Antrag des Themistokles der Dolmetscher der Herolde, einGrieche, wie Plutarch (Themistokles 6) erzählt, hingerichtetworden, weil er „despotischem Ansinnen hellenischen Ausdruck"gegeben, ist doch wohl auch nur eine alberne Rhetorensloskel,ersonnen um eine gedankenlose Menge zu verblüffen; der Dol-